Wohin fließt mein Steuergeld?
Seit Mitte Mai erfahren Arbeitnehmer und Selbstständige mehr darüber, wohin ihre Steuerbeiträge fließen. Es wird zudem angedacht, in Zukunft den Bürgern zu ermöglichen, einen Teil ihrer Abgaben einem bestimmten Zweck zu widmen.

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Jeder Arbeitnehmer mit Einkünften über 10.900 Euro und jeder Selbstständige mit Einkünften über 10.000 Euro muss in Österreich Einkommens- bzw. Lohnsteuer zahlen. Damit leisten wir unseren Beitrag zum Gemeinwohl, finanzieren Straßen, Spitäler, Schulen. Aber wer weiß schon genau, was mit seinem hart verdienten Geld passiert, wenn es erst einmal in der "Staatskasse" verschwunden ist?
Letzte Woche startete Finanzministerin Maria Fekter eine Informationsoffensive, die Licht ins Dunkel des Steuerdschungels bringen soll. Mit allen Lohn- und Einkommenssteuerbescheiden ergehen ab sofort persönliche Briefe, in denen man nicht nur über das steuerpflichtige Einkommen im Jahr 2011, sondern auch über die berechnete Steuerleistung informiert wird. Ein Beispiel: Der Beitrag eines Arbeitnehmers mit einem Bruttoverdienst von 2000 Euro pro Monat enthält unter anderem 241 Euro im Jahr an Zinsen, die er für Staatsschulden bezahlt. Dem gegenüber stehen 131 Euro pro Jahr, die in Forschung und Wissenschaft fließen. Auch die Beiträge an Länder und Gemeinden, für Soziale Wohlfahrt und Gesundheit sowie für Straßen und sonstige Infrastruktur werden individuell aufgeschlüsselt. Darüber hinaus wird angedacht, in Zukunft den Bürgern zu ermöglichen, einen Teil ihrer Abgaben einem bestimmten Zweck zu widmen. Derzeit wird von Experten im Bundesministerium geprüft, wie diese Zweckwidmung operativ umgesetzt werden kann.















