AMS Kärnten mit düsterer Zukunftsprognose
Das AMS Kärnten blickt in die Zukunft: Die Aussichten für das Jahr 2012 seien "nicht besonders rosig". Für heuer ist mit 9,2 Prozent die zweit schlechteste Arbeitslosenquote seit 1950 prognostiziert. Rund 21.000 Kärntner werden keinen Job haben.
Quelle © Filmvorschau | Foto: Kleine Zeitung DIGITAL AMS Kärnten präsentierte Jahresbilanz 2011
Gegenüber 2008 hat Kärnten 2500 Arbeitsplätze in Industrie und Gewerbe verloren. Die Arbeitslosigkeit ist hoch: Mehr als 20.000 Kärntner standen 2011 im Schnitt ohne Job da.
Doch die Arbeitslosenquote von zuletzt knapp neun Prozent wird sich heuer weiter verschlechtern. Laut Prognosen, die Josef Sibitz, dem Leiter des Kärntner Arbeitsmarktservice (AMS), vorliegen, wird sie mindestens 9,2 Prozent betragen. Es wäre dann die zweitschlimmste Quote in Kärnten seit 1950, dem Beginn der Aufzeichnungen. Die schlechteste war 1996 mit 9,4 Prozent.
"Wir werden heuer mindestens 800 Arbeitslose mehr haben", sagt Sibitz. Gleichzeitig wird es weniger neue Jobs geben: maximal 600. Gründe dafür seien etwa der schwächer werdende Export und das Sparpaket im öffentlichen Bereich, wodurch wiederum der Konsum nachlässt.
Weil klar ist, dass sowieso nicht alle "untergebracht" werden können, setzt das AMS wieder verstärkt auf sogenannte "Eingliederungs-Beihilfen". Im Klartext: Arbeitsplätze werden mit AMS-Mitteln gekauft wie eine Ware.
Dafür hat das AMS heuer allerdings weniger Geld zur Verfügung als 2011. 61,7 Millionen Euro beträgt es. Zuletzt waren es 64 Millionen.
Dennoch hat sich Sibitz ein Ziel gesteckt: Er will die Vormerkdauer von Arbeitslosen in Kärnten heuer von 108 auf 103 Tage verkürzen.
Neben den älteren Arbeitslosen, die immer mehr werden, und den Frauen, die in die Technik sollen, hat sich das AMS für heuer noch eine weitere Spezialzielgruppe herausgesucht: Es sind ausgerechnet die "arbeitsmarktfernen" Personen. Sie sollen im zweiten Arbeitsmarkt, also in subventionierten Arbeitsverhältnissen, untergebracht werden.













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