Zeitalter der Zeitarbeiter eingeläutet
Warum die wachsende Zeitarbeiter-Branche trotz vieler trüber Wirtschaftsprognosen nicht verdrossen dem nächsten Jahr entgegenblickt.

Foto © FotoliaDie Zeitarbeiter-Branche gilt als Trend-Indikator fürs Wirtschaftswachstum
Die Branche gilt als Trend-Indikator schlechthin: Bremst sich die Wirtschaft ein, bekommt das die Zeitarbeiter-Branche als Erstes zu spüren, zieht die Konjunktur wieder an, so werden Zeitarbeiter als Allererstes nachgefragt. An der Kippe vom alten zum neuen Jahr steht offenbar auch die Wirtschaft am Wendepunkt: "Zum einen gibt es schon Produktionsbetriebe, die jetzt Zeitarbeiter zu uns zurückschicken. Andererseits mehrt sich auch die Anzahl der Industriebetriebe, die brummen, neue Zeitarbeiter einstellen und sogar befristete Mitarbeiter in die fixe Mannschaft übernehmen." Das ist der Befund von Michael Wottawa, Chef der Firma Start People, die in Österreich rund 1500 Zeitarbeiter im Einsatz hat.
Wie überall gilt auch für diese Branche: "Fachkräfte wie Mechatroniker, Schweißer und Dreher sind nach wie vor gefragt", so Wottawa. "Einen Einbruch wie 2009 hat es ja heuer bei den Zeitarbeitern nicht einmal annähernd gegeben." Dem Jahr 2012 blickt man in der Branche, die hierzulande mit 600 am Markt tätigen Firmen 2,2 Milliarden Euro pro Jahr umsetzt, positiv entgegen. Vor allem jüngste Meldungen aus Deutschland mit unerwartet hohen Aufträgen stimmen zuversichtlich. Auch Gewerbebetriebe würden zur Abdeckung von Auftragsspitzen stärker auf Zeitarbeiter zurückgreifen. Laut Sozialministerium dürfte die Zahl der Zeitarbeiter 2012 auf 82.000 und bis 2014 sogar auf 99.000 steigen.














