362.000 ohne Job
Die Arbeitslosenquote in Österreich lag im Vormonat bei 4,3 Prozent und ist damit weiter rückläufig. Allerdings sind 361.759 Menschen ohne Job, wobei es bei den Frauen sogar einen leichten Anstieg bei den vorgemerkten Arbeitslosen gab.

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Die Arbeitslosigkeit in Österreich geht weiterhin zurück. Die Arbeitslosenquote lag im Vormonat bei 4,3 Prozent (EU-Methode), damit gab es um 20.648 weniger Arbeitslose und um 13.925 weniger Personen in Schulung. Mit einem Gesamtrückgang um 34.573 Personen ist dies das stärkste Minus seit drei Jahren. Allerdings sind 361.759 Menschen ohne Job, wobei es bei den Frauen sogar einen leichten Anstieg bei den vorgemerkten Arbeitslosen gab. Andererseits gab es einen deutlichen Rückgang bei den Langzeitarbeitslosen (minus 31,5 Prozent) und den beschäftigungslosen Jugendlichen (minus 10,2 Prozent). Auffallend ist: Bei den als sicher gepriesenen Jobs im Gesundheits- und Sozialwesen gab es ein Plus bei den Jobsuchenden von 6,6 Prozent.
Immer mehr offene Stellen
Ein kräftiges Wachstum gab es bei den gemeldeten offenen Stellen. Hier hatten Arbeitssuchende ein Plus von 20,7 Prozent vorgefunden, bei den offenen Lehrstellen gab es einen Zuwachs von 5,1 Prozent. Wobei Tiroler Jugendliche einen Rückgang der Jobmöglichkeiten um 11,8 Prozent hinnehmen mussten. Weit mehr Glück hatten da die Wiener Heranwachsenden: Hier gab es einen Angebotszuwachs von 26,4 Prozent. Am gesamten Arbeitslosenmarkt musste die Bundeshauptstadt allerdings Federn lassen: Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 7,6 Prozent, während sie in allen anderen Bundesländern sank.
Niedrigste Quote der EU
Österreich ist gemessen an der Arbeitslosenquote unter den 27 EU-Ländern wieder - gemeinsam mit den Niederlanden - auf Platz eins vorgerückt. Im Dezember 2010 lag Österreich mit 5,0 Prozent an dritter Stelle hinter den Niederlanden und Luxemburg. Im Durchschnitt der 27 EU-Staaten sank die Arbeitslosenrate im Jänner im Vergleich zum Vormonat leicht von 9,6 auf auf 9,5 Prozent, geht aus den jüngsten Zahlen von Eurostat hervor.
Auch die Arbeitslosenrate der Eurozone, die seit Jahresbeginn 17 Mitgliedsländer zählt, zeigte im Jänner mit 9,9 Prozent eine leichte Reduzierung gegenüber Dezember 2010 (10,0). Die höchste Arbeitslosenrate verzeichnete Spanien mit 20,4 Prozent.
Hinter Österreich und den Niederlanden folgen Luxemburg (4,7), Malta (6,1), Deutschland (6,5), Rumänien (7,2), Zypern (7,4), Tschechien (7,5), Dänemark, Großbritannien und Slowenien (je 7,8), Schweden (7,9), Belgien und Finnland (je 8,0), Italien (8,6), Frankreich (9,6), Polen (9,7), Bulgarien (10,2), Portugal (11,2), Ungarn (12,6), Griechenland (12,9), Irland (13,5), Estland (14,3), Slowakei (14.5), Litauen (17,4), Lettland (18,3) und Spanien (20,4).
Elf EU-Staaten verzeichneten über ein Jahr betrachtet einen Rückgang der Arbeitslosenquote, in zwei blieb die Quote stabil und in 14 stieg sie an. Von Jänner 2010 bis Jänner 2011 sank die Arbeitslosenquote der Männer im Euroraum von 9,9 auf 9,8 Prozent und in der EU-27 von 9,7 auf 9,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote der Frauen nahm im Euroraum von 10,0 auf 10,1 Prozent zu und in der EU-27 stieg sie von 9,3 auf 9,5 Prozent.
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Arbeitslosenquote
In Österreich werden zwei unterschiedliche Arbeitslosenstatistiken herausgegeben.
Die nationale Auswertung vergleicht die Zahl der Arbeitslosen mit jener der unselbstständig Beschäftigten. Unternehmer und Menschen in geringfügiger Beschäftigung werden nicht einberechnet.
Die EU ermittelt die Arbeitslosigkeit anhand einer repräsentativen Umfrage. Sowohl Unternehmer als auch geringfügig Beschäftigte werden in dieser Statistik als arbeitend erfasst.














