Nachholen von Bildungsabschlüssen vielleicht bald gratis
Ab kommendem September soll das Nachholen von Bildungsabschlüssen kostenlos sein. Die Kursgebühren sollen sich im Rahmen eines auf drei Jahre angelegten Projekts Bund und Länder aufteilen.

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Der Bund stellt dafür 5,2 Mio. Euro zur Verfügung, das sind 3,6 Mio. mehr als in diesem Jahr. Wie viel die Länder zahlen werden, ist derzeit noch nicht fixiert, hieß es am Donnerstag aus dem Unterrichtsministerium gegenüber der APA.
Derzeit werden im Ministerium die Verträge vorbereitet, in denen die Kostenteilung mit den einzelnen Ländern vereinbart werden soll. Das Ministerium strebt eine Halbe-Halbe-Teilung der Kosten an.
AK will zweiten Bildungsweg erleichtern
Die Arbeiterkammer (AK) hat am Donnerstag bei einer Veranstaltung die Länder aufgefordert, ihre Mittel für das Nachholen von Bildungsabschlüssen ebenfalls zu erhöhen, damit das Modell pünktlich im Herbst starten kann. "Wer einen Bildungsabschluss nachholen will, dem muss dies kostenlos möglich sein", forderte AK-Präsident Herbert Tumpel und verwies darauf, dass gering Qualifizierte häufiger arbeitslos seien und weniger Chancen am Arbeitsmarkt hätten.
Neben der Kostenfreiheit forderte Tumpel außerdem eine schnelle Reform beim Nachholen des Hauptschulabschlusses: Der für 14-jährige Schüler entwickelte Lehrplan entspreche nicht der Lebenssituation von Erwachsenen. "Wir brauchen einen erwachsenengerechten Lehrplan, mit mehr Bezug auf Wirtschaft und Arbeitswelt, und neue Prüfungsformen."
Tumpel regte auch die Schaffung eines "Qualifizierungsstipendiums" an. Damit sollen sich Personen ihren Lebensunterhalt finanzieren können, die am Arbeitsmarkt gefragte Qualifikationen erwerben, die berufsbegleitend nicht machbar sind, etwa der Besuch der dreijährigen Gesundheits- und Krankenpflegeschule.














