Pfusch boomt: Enorme Sozialversicherungs-Nachzahlungen
Die Schwarzarbeit dürfte im Krisenjahr 2009 weiter geboomt haben. Unternehmen aus den Bereichen Bau, Baunebengewerbe, Transport und Gastronomie voriges Jahr 67,2 Mio. Euro an Sozialversicherungsbeiträgen nachzahlen.

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Wie aus einer Anfragebeantwortung des Sozialministeriums an den SP-Abgeordneten Johann Maier hervorgeht, mussten Unternehmen aus den Bereichen Bau, Baunebengewerbe, Transport und Gastronomie voriges Jahr 67,2 Mio. Euro an Sozialversicherungsbeiträgen nachzahlen. Das ist ein Plus von 13,5 Prozent gegenüber 2008, berichtete "Österreich" am Montag.
Die Strafzuschläge seien darin noch nicht inkludiert, hieß es aus dem Büro von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) auf APA-Anfrage. Wer keine oder zu wenige SV-Abgaben zahlt bzw. sie zu spät begleicht, dem drohten Strafen von "bis zur doppelten Höhe des Fehlbetrags".
Mehr als die Hälfte der Zahlungen ist laut "Österreich" auf Baufirmen entfallen.
Mit 22,3 Mio. Euro hat die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) 2009 weitaus am meisten eingenommen, gefolgt von der NÖGKK (10 Mio.) und der OÖGKK (7,7 Mio.). Der Zeitung zufolge wurde in fast allen Bundesländern mehr Geld eingenommen als im Jahr davor. Lediglich oberösterreichische Unternehmen hätten 2008 mehr gezahlt, nämlich 9,2 Mio. Euro.
Insgesamt wurden knapp 8.800 Unternehmen geprüft, mehr als 46.000 Dienstnehmer waren betroffen.
Schärfere Kontrollen
Ob der massive Anstieg der Nachzahlungen vom Anstieg der Schwarzarbeit oder lediglich von schärferen Kontrollen herrührt, geht aus der Anfragebeantwortung, die auch der APA vorliegt, nicht hervor. Die Kontrolleure in Wien etwa hätten 2008 und 2009 am Bau, in der Gastronomie sowie im Transportwesen "intensiver" geprüft, hieß es im Sozialministerium.













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