AMS: Streit um mehr Geld für Trainer
Millionen-Deal: Das Bildungsinstitut "bfi" hat eine große AMS-Ausschreibung per einstweiliger Verfügung gestoppt. Beim AMS gibt man sich vorerst gelassen.

Foto © Wirbel um AMS-Ausschreibung: Das bfi hat eine einstweilige Verfügung erwirkt Das bfi, das im Eigentum des ÖGB und der AK steht, geht in die Offensive
In der Schulungsbranche brodelt es. Das Arbeitsmarktservice, der größte Auftraggeber in diesem Bereich, will mit einer neuen Richtlinie Firmen zwingen, ihre freien Trainer besser zu bezahlen oder fix anzustellen. Damit soll die Qualität für die AMS-Kunden in den Schulungsmaßnahmen gehoben werden.
Für die Branche ist das offenbar nur schwer zu schlucken. Und eine Bietergemeinschaft rund um das Bildungsinstitut bfi, das im Eigentum des ÖGB und der AK steht, geht in die Offensive. Sie hat eine 3,5-Millionen-Ausschreibung beim Bundesvergabeamt beeinsprucht - die Ausschreibung wurde per einstweiliger Verfügung vorerst gestoppt.
bfi-Geschäftsführer Wilhelm Techt wehrt sich aber gegen Kritik, der ÖGB würde sich damit gegen eine Besserstellung von Mitarbeitern stemmen. "Das Gegenteil ist der Fall. Wir wollen prekäre Arbeitsverhältnisse in unserer Branche zurückdrängen." Das will ja auch das AMS, "aber so, wie die Richtlinie formuliert ist, erreicht man das Gegenteil".
Ungleichgewicht
Laut Techt besteht in der Richtlinie ein Ungleichgewicht zwischen fix angestellten und freiberuflichen Trainern. "Damit wird unserer Meinung nach Lohndumping gefördert."
Beim AMS gibt man sich gelassen. "Die Ausschreibung wird jetzt eben überprüft, für unsere Kunden entstehen dadurch aber keine zeitlichen Verzögerungen."
Nachdem es sich bei der Ausschreibung um die österreichweit erste nach den neuen AMS-Richtlinien handelt, blickt das ganze Land gespannt auf die Steiermark. Eine Entscheidung fällt Ende April.














