Orientierung für Lehrlinge
Mit einem Testzentrum will das Wifi die Berufsorientierung auf neue Beine stellen. Zudem wird man auch selbst Lehrlinge ausbilden.
Quelle © Filmvorschau | Foto: Kleine Zeitung DIGITAL Jugendförderung: Neues Testzentrum entsteht
Man glaubt es kaum: Aber selbst in Zeiten ständig steigender Arbeitslosigkeit gibt es in Kärnten noch immer einen Fachkräftemangel. "400 qualifizierte Techniker fehlen in den Betrieben", sagt Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher. Ein Manko, dass nun beseitigt werden soll - zumindest teilweise.
Um fünf Millionen Euro wird das Wifi-Zentrum in der Klagenfurter Lastenstraße um ein Test- und Ausbildungszentrum erweitert. "Hier sollen Jugendliche auf ihre Stärken und Neigungen hin getestet werden und das Ergebnis soll ihnen bei der Berufswahl helfen", erklärt Wifi-Geschäftsführer Andreas Görgei. Wenn alles nach seinen Vorstellungen läuft, sollen die Gestesteten anhand ihres Stärkeprofils direkt an Betriebe vermittelt werden. "Wobei auch Berufsbildende Höhere Schulen ihr Anforderungsprofil bei uns hinterlassen und so künftige Schüler ansprechen können", so Görgei.
Geld aus dem Zkunftsfonds
Neben der Berufsorientierung wird man sich, ab der Inbetriebnahme im Oktober 2011, auch mit der Lehrlingsausbildung selbst beschäftigen. 400 Jugendliche sollen bis zum Jahr 2013 in den Berufsfeldern Metall, Elektrotechnik, Mechatronik und Fügetechnik ausgebildet werden. "Allerdings nur in Berufen, wo es keine betriebliche Ausbildung gibt", betont Görgei und nennt etwa das Beispiel der Universalschweißer.
Der ÖGB, der bisher mit seiner Lehrwerkstätte in Krumpendorf quasi ein Monopol auf außerbetriebliche Lehrlingsausbildung hatte, begrüßt den Vorstoß des Wifi. "Wir konnten im vergangenen Jahr nur 15 von 200 Bewerbern aufnehmen, daher freuen wir uns über jeden qualifizierten Ausbildungsplatz", sagt ÖGB-Chef Hermann Lipitsch.
Die Wirtschaftskammer steuert 1,9 Millionen Euro zum Projekt bei - "die Kammerreform macht das möglich", so Pacher. Aus dem Zukunftsfonds stammen 2,6 Millionen Euro, weitere 500.000 Euro steuert das Arbeitsmarktservice bei.














