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Zuletzt aktualisiert: 29.07.2009 um 14:42 UhrKommentare

Österreich: Arbeitslosen-Höchststand droht

Die Wirtschaft wächst - wenn überhaupt - nur langsam. Die Arbeitslosenrate soll 2010 auf über acht Prozent steigen.

Foto © APA

Gemischte Signale bringt die am Mittwoch veröffentlichte mittelfristige Prognose des IHS (bis 2013) für die heimische Wirtschaft. Die Inflation sollte mit etwa 1,4 Prozent niedrig bleiben. Dafür ist auf die nächsten Jahre nur mit einem mäßigen Wachstum und einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit zu rechnen. Die Wachstumsraten der Jahre 2004 bis 2008 werden nicht mehr erreicht.

Einerseits gebe es Anzeichen, dass "im Herbst 2009" die Talsohle des aktuellen Einbruchs erreicht werden könnte. Dann könnte es 2010 schon ein Wachstum zwischen einem halbem und einem ganzen Prozent geben und danach etwa 2,5 Prozent, sagte IHS-Chef Bernhard Felderer am Mittwoch in Wien vor der Presse. Das IHS hält es aber für "wenig wahrscheinlich", dass die Weltwirtschaft 2011 schon wieder kräftig wächst.

Andererseits sei nicht auszuschließen, dass das Wachstum auch 2010 noch bei "Null oder darunter" liegt, die heimische Wirtschaft also noch nicht wächst. Dann wäre auch 2011 noch nicht mit einem ernsthaften Wachstum zu rechnen. IHS-Experte Helmut Hofer wies zugleich darauf hin, dass die "Abwärtsrisken" sehr hoch seien.

Die Arbeitslosigkeit nach nationaler Berechnung wird von 5,8 Prozent im Vorjahr auf heuer 7,7 Prozent und nächstes Jahr 8,8 Prozent auf einen "historischen Höchststand" steigen. Bis 2013 wird sie auch nur leicht - auf 8,3 Prozent - sinken.

Die Investitionen werden nach Erwartung des IHS heuer und 2010 zurückgehen. Danach sollte es zwar wieder zu mehr Investitionen kommen, aber selbst 2013 wird die Investitionsquote in Prozent des BIP niedriger sein als 2008.

Großes Problem für die österreichische Wirtschaft ist der lahme Welthandel. Nach einem noch nie gesehenen Einbruch von 11,5 Prozent heuer wird es auf dauer nur mehr zu Wachstumsraten um die zwei Prozent kommen. Daher werden die heimischen Exporte nur mehr um etwa 1,5 Prozent zulegen, statt wie zuletzt um sieben Prozent. Damit gehe vom Außenhandel nur mehr ein "marginaler Wachstumsbeitrag" aus.


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