Traumjob Polizist? Die Stationen der Ausbildung
Grundvoraussetzungen wie eine bestimmte Größe oder Alter sind erst der Anfang.

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Wer Polizist werden will, muss in Österreich eine zweijährige Grundausbildung - 19 Monate Theorie und fünf Monate Praxis - absolvieren. Wichtigste Voraussetzung neben Unbescholtenheit, einer Mindestgröße von 1,63 Metern bei Frauen und 1,68 Metern bei Männern ist das Alter (18 bis 30) und das Bestehen des Aufnahmetests, bei dem bestimmte Fähigkeiten, der Gesundheitszustand und die psychologische Eignung überprüft werden.
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Die Grundausbildung obliegt der Sicherheitsakademie (SIAK), die im Innenministerium angesiedelt ist. Abgehalten wird sie in einem von zehn Bildungszentren, in jedem Bundesland befindet sich eines, in Niederösterreich gibt es zwei. Die modernste Einrichtung befindet sich in Traiskirchen, in dem hauptsächlich Polizisten für Wien und Niederösterreich geschult werden.
"Alle beginnen von ganz unten"
"Es gibt keine Quereinsteiger, alle beginnen ganz unten", betonte Brigadier Karl-Heinz Grundböck, Leiter des Zentrums für die Grundausbildung der SIAK. Frisch gebackene Polizisten werden zunächst in Inspektionen eingesetzt, erst nach drei Jahren Praxis haben sie die Möglichkeit sich weiter zu spezialisieren. Sie können sich für die mittlere Führungsebene bewerben oder in einen bestimmten Ermittlungsdienst wechseln. Dafür ist ein weiteres Ausbildungsjahr vorgesehen.
Besonders beliebt sind der Kriminaldienst, die Cobra, die Hundeführer-Staffel oder auch der Beruf Hubschrauberpilot, erklärte SIAK-Direktor Norbert Leitner. Frei wählen können die jungen Polizisten allerdings nicht: Erst nach der Ausbildung und den ersten Jahren in der Polizeiinspektion zeigt sich, ob in ihrem Wunschbereich Stellen frei sind und eine entsprechende Weiterbildung und Zuteilung gestattet wird. Den Beamtenstatus erlangt ein Polizist erst nach vier Jahren. Bevor er definitiv unkündbar gestellt wird, muss er neuerlich eine medizinische Untersuchung und eine Eignungsprüfung bestehen.
Der Aufnahmetest
Am Beginn einer Polizei-Karriere steht eine Bewerbung bei einem oder mehreren Landespolizeikommanden, die jene Kandidaten mit den besten Ergebnissen beim Aufnahmetest in die Ausbildung schicken. Das Durchschnittsalter der Anwärter - Lehrlinge aber auch Hochschulabsolventen - liegt bei 22 bis 23 Jahren. Der Unterricht - rechtliche Grundlagen, Kriminalistik, Persönlichkeitsbildung, Tatortarbeit sowie Einsatztraining - wird von erfahrenen Polizisten durchgeführt. Neben hauptberuflichen Lehrern werden stundenweise externe Experten bestimmter Ermittlungsbereiche hinzugezogen.
Nach zwölf Monaten Theorie müssen die Polizeianwärter zwei Monate Dienst auf einer Polizeiinspektion versehen, erklärte Leitner. "Das ist eine Schnupperphase, damit jeder eine Vorstellung hat, was auf ihn zukommt." In den ersten 14 Monaten, gebe es auch die höchste Ausstiegsrate. Nach weiteren sieben Monaten theoretischer Schulung und allen bestandenen Prüfungen ist ein dreimonatiges Praktikum vorgesehen. Es soll im Idealfall auf jener Dienststelle versehen werden, der die neuen Polizisten nach der Ausmusterung zugeteilt werden.
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Die Entlohnung
Polizeischüler werden von Beginn der Ausbildung an für ihre Arbeit entlohnt, sie erhalten rund 1.000 bis 1.200 Euro brutto. Die Dienstzeiten von 7.30 Uhr bis 13.00 bzw. 16.00 Uhr entsprechen allerdings einem Schulbetrieb. Die fünf Wochen Urlaub werden vom Bildungszentrum eingeteilt, "Ferien" gibt es im Sommer, zu Ostern und zu Weihnachten.
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