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    Zuletzt aktualisiert: 25.06.2009 um 20:59 UhrKommentare

    Kärntner Tourismus sucht verzweifelt nach Arbeitskräften

    Trotz steigender Arbeitslosenzahlen klagt der Tourismus über Arbeitskräftemangel.

    In Kärnten werden Kellner und Köche dringend gesucht

    Foto © APAIn Kärnten werden Kellner und Köche dringend gesucht

    Monika Thurner versteht die Welt nicht mehr: Obwohl in Kärnten die Arbeitslosigkeit im Tourismus im Mai um fast 22 Prozent gestiegen ist, bekommt die Wirtin weder Köche, noch Kellner und schon gar keine Küchenhilfen. Wie der Obfrau der Kärntner Wirtshauskultur geht es laut Umfrage der Mehrheit ihrer 140 Mitgliedsbetriebe in ganz Kärnten.

    "Nicht vermittelbar" "Die meisten Arbeitslosen sind gar nicht vermittelbar", klagt Thurner. An den schlechten Löhnen, für die das Gastgewerbe bekannt ist, liege es nicht: "Ich komme gar nicht erst dazu zu sagen, wie viel ich zahlen würde, weil sich niemand vorstellt." Bei ihr wären es 1300 Euro, plus Kost und freie Station, Trinkgeld gibt es extra.

    Schulungen abträglich. Das Übel sieht sie darin, dass viele Arbeitslose sofort in Schulungen verschwinden, um die Arbeitslosenstatistik zu schönen und dann für den Arbeitsmarkt nicht mehr verfügbar sind. "Eine Bekannte macht schon den dritten Italienischkurs." Daher fordert der Fachverbandsobmann der Gastronomie, Helmut Hinterleitner, mehr tourismusbezogene Schulungen für Arbeitslose.

    "Keine Deutschkenntnisse" Der Leiter des Kärntner Arbeitsmarktservice, Josef Sibitz, hat naturgemäß eine andere Sicht der Dinge. "50 Prozent der freigesetzten Gabor-Arbeiterinnen müssen wir erst in Deutschkurse schicken. Ohne Sprachkenntnisse kann man sie nicht in Gastronomiebetriebe vermitteln." Heuer seien nicht mehr Arbeitslose in Schulung als im Vorjahr - nämlich aktuell etwa 2500.

    "Bilden mehr Leute aus als Gastronomie" Auch den Vorwurf, dass es kaum Gastronomie-Kurse gäbe, lässt Sibitz nicht auf sich sitzen: "Wir bilden mehr Leute aus, als die Gastronomie selbst. 400 Teilnehmer befinden sich aktuell in 26 Kursen." Dass vor allem junge Menschen nicht mehr im Tourismus arbeiten wollen, liege vor allem bei der Branche selbst. "Offensichtlich finden die Jungen andere Berufe attraktiver." Die Flucht aus dem Tourismus sei seit Jahren zu beobachten. "Im Burgenland hört man in der Gastronomie nur noch Ungarisch," weiß Sibitz. Die einzigen, die noch in Österreichs Gastronomie arbeiten wollen.

    Kontingent gestrichen. In Kärnten wurde das Saisonierskontingent aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit heuer von 400 auf 300 zusammengestrichen. Ob die Hoteliers die fehlenden Stellen durch Inländer ersetzen können, ist fraglich.

    "Kein Lohnkaiser" Weitere Gründe, warum Gastronomen Arbeitskräften hinterher hecheln: "Die Gastronomie ist sicher kein Lohnkaiser, auch die Arbeitszeiten vor allem am Wochenende sind für viele nicht attraktiv", gibt Wolfgang Dörfler, Spartengeschäftsführer des Tourismus, zu. Er führt das auf die geringen Unterschiede zwischen Arbeitslosengeld und bezahltem Job darauf zurück.

    ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

    Stellen

    Aktuell werden noch 1400 offene Stellen für Kellner und 1200 für Köche angeboten.

    Österreichweit ist die Arbeitslosigkeit in der Branche um "nur" 14 Prozent gestiegen (In anderen Branchen im Schnitt um 30 Prozent), in Kärnten um 22 Prozent.

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