Managerinnen: Unterfordert und nicht gefördert
Im Vergleich zu Führungskräften anderer Länder sind die Österreicher im Job viel bescheidener und weniger selbstbewusst. Auch in punkto Gehaltserhöhung und Beförderungen sind weibliche Führungskräfte zurückhaltender als männliche.

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Frauen in Top-Positionen sind motiviert, sich neuen
Herausforderungen zu stellen. Allerdings werden sie unzureichend
gefordert und gefördert, lautet das zentrale Ergebnis einer Studie
des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters
Accenture, der 3.600 Manager und Managerinnen in 18 Ländern, darunter
in Österreich, befragt hat. 54 Prozent der weiblichen und 51 Prozent
der männlichen Führungskräfte weltweit glauben, dass sie im Job
unzureichend gefordert sind. Dennoch gaben 76 Prozent der Befragten
an, von ihren Kompetenzen und Fähigkeiten überzeugt zu sein.
Frauen motivierter.
Immerhin sehen sich sechs von zehn Frauen als "erfolgreich" bzw.
"sehr erfolgreich", so ein weiteres Ergebnis der Studie, die Ende
2008 zum achten Mal die Situation der Frau am Arbeitsplatz erhoben
hat. Hierzulande sind Frauen motivierter, sich neuen
Herausforderungen zu stellen als Männer. 38 Prozent der Frauen und 26
Prozent der Männer haben dies der Studie zufolge vor.
Wenig selbstbewusst.
Im Vergleich zu den befragten Führungskräften anderer Länder sind
die Österreicher im Job viel bescheidener und weniger selbstbewusst.
Während 90 Prozent der Mexikaner und 89 Prozent der Brasilianer auf
ihre Fähigkeiten vertrauen, sind die Österreicher mit 74 Prozent
deutlich weniger selbstbewusst. Auch am Arbeitsplatz ist das
Verhalten weltweit unterschiedlich. Hierzulande fordern nur 32
Prozent der Arbeitnehmer von ihren Vorgesetzten herausfordernde
Aufgaben ein. Damit liegt Österreich ex aequo mit den Niederlanden
auf dem letzten Platz im internationalen Vergleich. In Mexiko, Indien
und Brasilien sind es 71, 69 bzw. 61 Prozent der Arbeitnehmer, die
von ihrem Chef neue Aufgaben einfordern.
Frauen zurückhaltend.
In punkto Gehaltserhöhung und Beförderungen sind weibliche
Führungskräfte zurückhaltender als männliche: 48 Prozent der weltweit
befragten Frauen verlangen aktiv nach einer Gehaltserhöhung - im
Gegensatz zu 56 Prozent der Männer. Den Wunsch nach einer Beförderung
sprechen 37 Prozent der Frauen direkt an. Dem gegenüber stehen 42
Prozent der Männer, die dies aktiv einfordern. Besonders genügsam
sind die Österreicher: Lediglich 27 Prozent der Frauen und 33 Prozent
der Männer haben die Forderung nach der nächsten Karrierestufe
geäußert. Zum Vergleich: In Italien waren es 46 Prozent der Männer
und 39 Prozent der Frauen, die jemals eine Beförderung eingefordert
haben.
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Fakten
Während Managerinnen in Indien (61 Prozent) und Brasilien (59 Prozent) relativ optimistisch in die Zukunft blicken, herrscht bei heimischen Unternehmen noch Nachholbedarf. Hierzulande fühlen sich 46 Prozent der Frauen in ihrem Job sicher und für die wirtschaftlich schwierige Zukunft gerüstet.














