An der digitalen Leine
Was die Abhängigkeit von Handy, E-Mail und Co. für den Alltag bedeutet.

Foto © ReutersImmer mobil erreichbar...
Wie abhängig sind wir wirklich von der digitalen Form der Kommunikation? ORF-Journalist Gerald Gross hat nun Fakten und persönliche Beobachtungen in einem Buch zusammengefasst. Ein paar interessante Details dazu:
Kinder. Klein ist die Freude an großen Büchern: Kinder seien es laut Gross gar nicht mehr gewohnt, längere Texte oder wenigstens dünne Bücher zu lesen. Manager würden es vorziehen, Kritik oder Beschwerden durchwegs nur mehr per Mail anzubringen.
Studie. Großbritannien lässt mit Zahlen aufhorchen: Pro Sekunde werden 4000 SMS versendet – 4,8 Milliarden im Monat. Das Phänomen "Don't text and walk", kündigt sich an. Also nicht während des Gehens mit dem Handy texten, denn jeder zehnte Brite verletzt sich beim Gehen, weil er gleichzeitig an einem SMS tippt.
Unterbrechungen. Ebenfalls spannend: Ein Drittel der täglichen Arbeitszeit soll bereits auf Unterbrechungen entfallen, die sich nachhaltig auf die Produktivität und Arbeitszufriedenheit auswirken. Amerikanischen Untersuchungen zufolge können wir uns im Büro nicht länger als zweieinhalb Minuten konzentrieren, weil wir durch Anrufe, E-Mails oder SMS unterbrochen werden. Dadurch verliert die amerikanischen Wirtschaft pro Jahr 588 Milliarden US-Dollar.
Zappelphilipp. Manager Marke Zappelphilipp sind im Vormarsch – 30 bis 40 Prozent der Manager leiden am so genannten "Attention Deficit Trait", also quasi an Zerstreutheit und Überlastung. Wutausbrüche und verbale Auseinandersetzungen seien die Folge.














