Jeder fünfte Arbeitlose ist unter 25 Jahre alt
Das ergab eine Studie der Arbeiterkammer (AK) Steiermark. AK-Präsident fordert bedarfsorientierte Mindestsicherung.

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Rund 17 Prozent der steirischen Arbeitslosen (etwa 8.000 Personen) sind mehr als ein Jahr ohne Beschäftigung, so lautet das Ergebnis der Ak-Studie "Abgehängt. Langzeitarbeitslosigkeit in der Steiermark". Knapp 20 Prozent davon sind unter 25 Jahre alt. Geringer Bildungsgrad und gesundheitliche Probleme beschleunigen das Abrutschen in eine lange Beschäftigungslosigkeit. Langzeitarbeitslose müssen dreimal häufiger auf grundlegende Bedürfnisse verzichten als andere Haushalte, wertet die Studie als besonderes Alarmzeichen.
Lösungsansätze. Bei möglichen Lösungsansätzen für diesen Personenkreis stößt die traditionelle Arbeitsmarktpolitik laut Studie an ihre Grenzen: "Ausbildung oder Umschulung allein reicht nicht. Auf Grund vielschichtiger Problemlagen, wie Schulden, Alkohol oder Wohnungssituation, brauchen Langzeitarbeitslose eine Einzelfallbetreuung.“ Wünschenswert sind für die AK-Experten mehr Mittel für den so genannten zweiten und dritten Arbeitsmarkt, zeitlich befristete Beschäftigungen im sozialökonomischen Bereich oder geschützte Arbeitsplätze.
Mindessicherung. AK-Präsident Rotschädl will die Armutsgefährdung durch die rasche Einführung einer bedarfsorientierten Mindestsicherung in den Griff bekommen. Außerdem sollten positive Anreize für Langzeitarbeitslose durch eine Zuverdienstmöglichkeit bei der Sozialhilfe geschaffen werden.
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Geringer Bildungsgrad und gesundheitliche Probleme beschleunigen das Abrutschen in eine lange Beschäftigungslosigkeit. Langzeitarbeitslose müssen dreimal häufiger auf grundlegende Bedürfnisse verzichten als andere Haushalte.














