Doktoren verdienen doppelt so viel wie Durchschnittsösterreicher
Unter allen Bildungsschichten weisen Doktoren und Doktorinnen außerdem die niedrigste Arbeitslosenquote auf.

Foto © APADoktoren verdienen deutlich mehr als der Durchschnittsbürger
Laut einer am Montag, veröffentlichten
Untersuchung von Statistik Austria und Europäischem Statistikamt
(3.214 Befragte) im Auftrag des Wissenschaftsministeriums hatten
unselbstständig erwerbstätige Doktoren 2006 ein durchschnittliches
Jahreseinkommen von 49.000 Euro brutto, der Durchschnittsösterreicher
verdiente knapp 22.800 Euro brutto.
Arbeitslosigkeit niedrig. Etwa 93 Prozent der Doktoren, die zwischen 1990 und 2006
promoviert haben, sind laut Befragung erwerbstätig, die
Arbeitslosigkeit liegt unter drei Prozent (der Rest ist in Karenz
etc., Anm.). Diese Angaben werden durch offizielle
Arbeitsmarktstatistiken gestützt, wonach Personen mit
Doktoratsabschluss unter allen Bildungsschichten die höchste Erwerbs-
und die niedrigste Arbeitslosenquote aufweisen. Jeder achte (13
Prozent) der etwa 24.000 erwerbstätigen Doktoren ist selbstständig
tätig und verdient dabei etwa gleichviel wie unselbstständig tätige
Doktoren.
Frauen verdienen weniger. Frauen verdienen auch in dieser Bildungsschicht weniger als
Männer: Während unselbstständig beschäftigte Doktoren 2006 im Mittel
53.000 Euro brutto verdienten, bekamen Doktorinnen nur 40.000 Euro
brutto, also etwa ein Viertel weniger. Auch wenn man die erhöhte
Teilzeitquote bei Frauen berücksichtigt, verdienen unselbstständig
erwerbstätigen Doktorinnen im Mittel nur 42.000 Euro.
Wissenschaftszweig. Das Einkommen variiert außerdem stark nach dem Wissenschaftszweig
der Promotion: Personen mit Doktoratsabschluss in Technischen
Wissenschaften hatten mit 57.000 Euro das höchste mittlere
Bruttojahreseinkommen, gefolgt von Sozialwissenschaften - darunter
Wirtschafts- und Rechtswissenschaften - mit 50.000 Euro. Auf
durchschnittlich 41.000 Euro Jahreseinkommen bringen es Ärzte.
Vergleichsweise wenig verdienten Doktoren der Geisteswissenschaften
mit 37.000 Euro.
Kaum Klagen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten kann offenbar über den
Verdienst nicht klagen: Mehr als die Hälfte (57,2 Prozent) ist
"einigermaßen zufrieden", immerhin fast ein Viertel (23,3 Prozent)
sogar "sehr zufrieden". Noch höher ist die Zufriedenheit mit anderen
berufsrelevanten Punkten wie der Arbeitsplatzsicherheit, den
Arbeitsbedingungen oder der intellektuellen Herausforderung; etwa die
Hälfte ist damit "sehr zufrieden". Sorgen machen den Doktoren eher
die Karriereaussichten, etwa 40 Prozent bewerten diese als eher
schlecht (25,7 Prozent sind "eher unzufrieden"; 14,3 Prozent "sehr
unzufrieden").
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Fakten
Unselbstständig erwerbstätige Doktoren hatten 2006 ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 49.000 Euro brutto, der Durchschnittsösterreicher verdiente knapp 22.800 Euro brutto.















