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Zuletzt aktualisiert: 02.09.2008 um 18:48 UhrKommentare

Kaum jemand will den Job wechseln

Laut aktueller Umfrage kommt für drei von vier Österreicher ein Jobwechsel nicht in Frage. Am wenigsten streben die Steirer nach einer beruflichen Veränderung.

Neue Weichenstellungen im Berufsleben. Österreicher scheinen daran wenig interessiert.

Foto © www.pixelio.de/neroNeue Weichenstellungen im Berufsleben. Österreicher scheinen daran wenig interessiert.

Vor allem in den Vereinigten Staaten kennt man den Begriff des "Jobhoppers". Gemeint sind Werktätige, die ihren Arbeitsplatz besonders häufig wechseln. Diese Mentalität ist in unseren Breiten kaum ausgeprägt, wie eine repräsentative Umfrage der Personal-Leasing-Firma Hofmann unter mehr als 1000 Österreichern aufzeigt.

Kein wechsel. Demnach geben drei von vier Österreichern an, ihren Arbeitsplatz überhaupt nicht zu wechseln. Lediglich drei Prozent gaben an, dass sie derzeit aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz Ausschau halten würden. Weitere vier Prozent halten die Augen nach einem neuen Job offen, sechs Prozent denken manchmal über eine berufliche Veränderung nach, setzen dafür aber keine aktiven Schritte.

Kärnten und Steiermark. Am geringsten ist der Wille nach einem Wechsel in Kärnten und der Steiermark. In den beiden Bundesländern ziehen jeweils drei von 100 Personen einen Wechsel des Arbeitsplatzes in Betracht. Am ehesten wechselwillig sind Oberösterreicher und Wiener, wo jeweils rund elf von 100 Arbeitnehmern eine neue berufliche Herausforderung vorschwebt.

Aktiv bei drohender Gefahr. Aktiver sind jene Befragten, die persönlich die Gefahr eines Jobverlustes sehen: Von ihnen betreiben 23 Prozent Jobsuche, weitere elf Prozent denken manchmal daran, unternehmen aber nichts. Doch der Großteil (55 Prozent) zeigt trotz befürchteter Arbeitslosigkeit keine oder nur sehr geringe Wechselbereitschaft. Sechs von zehn Berufstätige sehen übrigens überhaupt keine Gefahr arbeitslos zu werden, 23 Prozent sehen sich "weniger gefährdet". Zehn Prozent haben Angst um den Arbeitsplatz.

Motive. Als Motive zum Bleiben in der Firma nannten 87 Prozent der Berufstätigen das sehr gute Verhältnis zu den Arbeitskollegen. Jeweils 70 Prozent möchten das, was sie im Unternehmen erreicht haben, nicht aufgeben beziehungsweise sind nicht sicher, ob es wo anders besser ist. 48 Prozent befürchten, dass sie mit einer neuen Arbeitsstelle weniger verdienen. 39 Prozent finden keine interessanten Angebote in ihrer Nähe, 34 Prozent zweifeln an ihrer Qualifikation für eine neue Herausforderung.


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