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    Zuletzt aktualisiert: 07.07.2008 um 09:59 UhrKommentare

    Tischlein deck' dich seriös

    Geschäftsessen in den eigenen Wänden: Welche Fettnäpfchen warten und was Sie bedenken sollten, damit es mit der Gastgeberrolle auch klappt. Ein Leitfaden - von der Einladung bis zur Verabschiedung.

    Beim Besteck gilt: von außen nach innen

    Foto © Pixelio/Marco ScheiderBeim Besteck gilt: von außen nach innen

    Wer den Chef samt Kollegenhorde zu sich nach Hause einlädt, öffnet damit auch Tür und Tor für Fettnäpfchen. So gelingt das Business-Dinner:

    Die Einladung. Schon vor dem großen Tag sollten keine Fragen unbeantwortet bleiben. Je mehr informative Details die Einladung beinhaltet, desto wohler fühlt sich der Gast. Neben Ort, Zeit und Begleitpersonenfrage sollte der Anlass geklärt werden. Eine Sommerparty verlangt einen anderen Dresscode als ein Cocktailempfang. Um böse Überraschungen in punkto Speisen vorzubeugen, ist es ratsam, sich schon beim Einladen nach Besonderheiten (z.B. Vegetarier) zu erkundigen.

    Die Begrüßung. Empfangen Sie jeden Gast persönlich und bedanken Sie sich, dass er Zeit gefunden hat. Zuerst immer zu einem Aperitif bitten, wenn möglich nicht am Esstisch, sondern im Foyer, auf dem Balkon oder im Garten.

    Das Zuprosten. Als Gastgeber heben Sie zuerst Ihr Aperitif-Glas. Bitte am Stiel oder zumindest im unteren Drittel anfassen. Auch wenn Gläser beim Anstoßen schön klingen, höflicher ist es, wenn sie das Glas kurz erheben und ein "Zum Wohl" aussprechen. Ein "Prösterchen" hat hier nichts verloren.

    Das Gastgeschenk. Nicht weglegen, sondern kurz betrachten und eventuell ein kleines Kompliment zur Verpackung abgeben. Sie sollten es nicht gleich, aber unbedingt im Laufe des Abends öffnen. Kommen mehr Gäste, lohnt sich ein eigener Tisch dafür.

    Die Sitzordnung. Der Erfolg eines Essens hängt von der Sitzordnung der Gäste ab. Hilfreich sind Tischkärtchen. Paare sollten nicht zu weit voneinander, aber auch nicht nebeneinander, Platz nehmen. Das kann Gespräche hemmen. Benimm-Papst Thomas Schäfer-Elmayer rät, die Ranghöchsten unweit des Gastgebers zu platzieren.

    Die Speisen-Abfolge. Klären Sie anfangs alle kurz über den Ablauf des Essens auf. Eine Menükarte hat Vorteile: Damit wird jemand, der keinen Fisch isst, nicht vom Seeteufelröllchen überrascht. Geben Sie Gästen ein wenig Zeit, die Menüfolge zu studieren - fragen Sie nach, ob es Extrawünsche gibt.

    Das Erfolgsmenü. Ein Chefmenü für den Chef? Nein, bitte nicht! Auch Tiefkühlpizza ist tabu. Wenn Sie selbst kochen, empfiehlt sich Fingerfood oder Speisen, die vorbereitet werden - etwa Ofengerichte. Ein Gastgeber sollte für die Gäste da sein, nicht nur am Herd stehen. Auch legitim: Beim Japaner eine Sushi-Platte vorbestellen.

    Der Gesprächsstoff. Sie entscheiden, wie privat die Einladung wird. Legen Sie sich einige Gesprächsthemen zurecht, die sie jederzeit aus dem Ärmel fischen können. Reisen, Kinofilme oder Bücher sind ungefährliches Terrain.

    Die Serviette. Einmal falten und auf den Schoß legen. Die Serviette ist zum Abtupfen da. Stehen Sie auf, legen Sie sie links neben den Teller oder auf den Stuhl. Ausnahme: Wird Hummer oder Krebs serviert, darf man sich die Serviette um den Hals binden.

    Das Couvert-Brot. Es ist üblich, vor dem Essen Brot und Butter zu reichen. Wichtig: Bitte zuerst in mundgerechte Happen brechen, mit Butter bestreichen und mit der linken Hand zum Mund führen. Aufs Brotteller legen.

    Die Suppe. Sie bietet gleich ein ganzes Mienenfeld an Fettnäpfchen. Also: Weder pusten noch schlürfen, Teller zum Auslöffeln nicht schräg stellen nicht mit Brot austunken. Das ist nur bei Brühen erlaubt.

    Der Fisch. Hemmungen verursacht oft ein Fisch, der im Ganzen serviert wird. Besser: Kurz vorzeigen, dann in der Pfanne auf einem Beistelltisch filetieren und portionieren.

    Die Handarbeit. Als Fingerfood gelten Artischocken, Austern, Canapes, Garnelen, Muscheln, Spareribs und Hummer. Für den Rest gibt's Besteck - zum Besteck-Code siehe auch Grafik.

    Die Rauch-Regel. Einfach offiziell erlauben und kleine Aschenbecher verteilen oder auf den Garten verweisen.

    Die Visitenkarten. Werden erst am Ende des Abends ausgetauscht. Bitte nicht ungelesen einstecken. Drei Sekunden überfliegen, bedanken und aufbewahren. Der Gast überreicht sie zuerst.

    Der Abschied. Denkt der Chef nicht daran aufzubrechen? Ihn direkt hinauszuwerfen, ist unmöglich. Charmanter: "Morgen ist ein harter Tag für uns!"

    Julia Schafferhofer

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