"Fluch der Karibik 3" und "Ratatouille" waren Kinohits 2007
Österreichische Filme sind nur unter "ferner liefen" zu finden. "Am Limit" ist die erfolgreichste heimische Produktion mit knapp 40.000 Besuchern.

Foto © ORF/Fluch der Karibik"Fluch der Karibik 3" war ein Kassenschlager
Der Marktanteil österreichischer Filme lag 2006 bei
2,61 Prozent, erläutert der jüngste Bericht zur Lage der
österreichischen Filmwirtschaft. Außereuropäische Filme kamen auf
einen Marktanteil von 76,85 Prozent, geht aus den heute, Dienstag,
präsentierten Zahlen hervor. Daran dürfte sich auch 2007 nicht viel
ändern, sieht man sich die deutlichen Besucherdifferenzen zwischen
heimischen und US-Produktionen an: Der erfolgreichste Film aus
Österreich 2007, die Kletter-Doku "Am Limit", kam - mit Stand 7.
Dezember - auf 38.622 Besucher. Im Vergleich: "Fluch der Karibik 3"
sahen 715.922 Besucher im Kino.
Geringes Budget. Die Gründe für diese Differenz mögen vielfältig sein - zu geringes
Budget, zu schlechtes Image, zu künstlerischer Anspruch - und ein
Vergleich nicht unbedingt fair, die Zahlen des Österreichischen
Filminstituts (ÖFI) und des Fachverbands der Audiovisions- und
Filmindustrie (FAF) sprechen dennoch eine eindeutige Sprache. Die
fünf an den Kinokassen erfolgreichsten Filme stammen aus Hollywood:
Hinter dem dritten Teil von "Fluch der Karibik" platzierten sich
"Ratatouille" (685.592 Besucher), "Die Simpsons - Der Film" (676.432
Besucher), "Harry Potter - Der Orden des Phoenix" (632.925 Besucher)
und "Shrek der Dritte" (494.530 Besucher).
"Am Limit". Der erfolgreichste österreichische Film "Am Limit" fand damit
nicht einmal ein Zehntel jenes Publikumszuspruchs, den die großen
US-Blockbuster erreichten. Und auch im Vergleich mit der heimischen
Doku "We Feed The World" (Erwin Wagenhofer, 2005), die mehr als
200.000 Besucher in die Kinos lockte, oder dem Spielfilm "In 3 Tagen
bist du tot" (Andreas Prochaska, 2006), der rund 85.000 Menschen
anlockte, machen sich die Zahlen von 2007 nicht gut.
Produktionen aus Österreich. Stefan Ruzowitzkys KZ-Drama "Die Fälscher" mit Karl Markovics, der
bei der Berlinale von den Kritikern hochgelobt wurde, zog nicht
einmal 30.000 Besucher in die Kinos. Und auch Ulrich Seidls
Sozialstudie "Import Export", die in Cannes so manchem Kritiker den
Atem verschlug, sahen knapp einen Monat nach dem Kinostart nur rund
15.000 Personen. Hinter "Am Limit" und "Die Fälscher" platzierten
sich die Dokus "Zeit zu gehen" (25.681 Besucher) und "Über Wasser"
(22.133 Besucher) sowie "Karo und der liebe Gott" (22.145 Besucher)
als kommerziell erfolgreichste Produktionen aus Österreich auf den
vorderen Plätzen.






