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Zuletzt aktualisiert: 20.12.2007 um 14:51 Uhr

"Fluch der Karibik 3" und "Ratatouille" waren Kinohits 2007

Österreichische Filme sind nur unter "ferner liefen" zu finden. "Am Limit" ist die erfolgreichste heimische Produktion mit knapp 40.000 Besuchern.

"Fluch der Karibik 3" war ein Kassenschlager

Foto © ORF/Fluch der Karibik"Fluch der Karibik 3" war ein Kassenschlager

Der Marktanteil österreichischer Filme lag 2006 bei 2,61 Prozent, erläutert der jüngste Bericht zur Lage der österreichischen Filmwirtschaft. Außereuropäische Filme kamen auf einen Marktanteil von 76,85 Prozent, geht aus den heute, Dienstag, präsentierten Zahlen hervor. Daran dürfte sich auch 2007 nicht viel ändern, sieht man sich die deutlichen Besucherdifferenzen zwischen heimischen und US-Produktionen an: Der erfolgreichste Film aus Österreich 2007, die Kletter-Doku "Am Limit", kam - mit Stand 7. Dezember - auf 38.622 Besucher. Im Vergleich: "Fluch der Karibik 3" sahen 715.922 Besucher im Kino.

Geringes Budget. Die Gründe für diese Differenz mögen vielfältig sein - zu geringes Budget, zu schlechtes Image, zu künstlerischer Anspruch - und ein Vergleich nicht unbedingt fair, die Zahlen des Österreichischen Filminstituts (ÖFI) und des Fachverbands der Audiovisions- und Filmindustrie (FAF) sprechen dennoch eine eindeutige Sprache. Die fünf an den Kinokassen erfolgreichsten Filme stammen aus Hollywood: Hinter dem dritten Teil von "Fluch der Karibik" platzierten sich "Ratatouille" (685.592 Besucher), "Die Simpsons - Der Film" (676.432 Besucher), "Harry Potter - Der Orden des Phoenix" (632.925 Besucher) und "Shrek der Dritte" (494.530 Besucher).

"Am Limit". Der erfolgreichste österreichische Film "Am Limit" fand damit nicht einmal ein Zehntel jenes Publikumszuspruchs, den die großen US-Blockbuster erreichten. Und auch im Vergleich mit der heimischen Doku "We Feed The World" (Erwin Wagenhofer, 2005), die mehr als 200.000 Besucher in die Kinos lockte, oder dem Spielfilm "In 3 Tagen bist du tot" (Andreas Prochaska, 2006), der rund 85.000 Menschen anlockte, machen sich die Zahlen von 2007 nicht gut.

Produktionen aus Österreich. Stefan Ruzowitzkys KZ-Drama "Die Fälscher" mit Karl Markovics, der bei der Berlinale von den Kritikern hochgelobt wurde, zog nicht einmal 30.000 Besucher in die Kinos. Und auch Ulrich Seidls Sozialstudie "Import Export", die in Cannes so manchem Kritiker den Atem verschlug, sahen knapp einen Monat nach dem Kinostart nur rund 15.000 Personen. Hinter "Am Limit" und "Die Fälscher" platzierten sich die Dokus "Zeit zu gehen" (25.681 Besucher) und "Über Wasser" (22.133 Besucher) sowie "Karo und der liebe Gott" (22.145 Besucher) als kommerziell erfolgreichste Produktionen aus Österreich auf den vorderen Plätzen.


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