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    Zuletzt aktualisiert: 25.10.2007 um 19:03 Uhr

    Mexiko: Zuckersüße Schädel kündigen Halloween an

    Heitere Gerippe und aufblasbare Skelettpuppen prägen das Bild der Supermärkte im Oktober.

    In Mexiko hat der Tod auch seine süße Seite: Jedes Jahr zu Beginn der kalten Jahreszeit füllen sich die Regale in Supermärkten und Konditoreien mit Totenköpfen aus Schokolade und Zuckerguss. In Schaufenstern stehen witzige Skelettfiguren aus Holz oder Pappe in allerlei Verkleidungen, und fliegende Händler bieten Autofahrern sogar lebensgroße aufblasbare Skelettpuppen an.

    Mit den süßen Totenköpfen und den heiteren Gerippen stimmen sich die Mexikaner auf den Tag der Toten ein, der jedes Jahr am 2. November gefeiert wird. Am Allerseelentag zieht es die Familien auf die Friedhöfe, wo sie oft viele Stunden bei ihren verstorbenen Angehörigen verbringen. Die Gräber werden herausgeputzt und mit den für die Jahreszeit typischen ockergelben Cempoalxochitl-Blumen dekoriert. Die Friedhofsgänger bringen auch Speis und Trank ans Grab - Tortillas, Fleisch und Tequila für die Lebenden wie für die Toten.

    Deutungen. Der eigenartige mexikanische Totenkult hat immer wieder in- und ausländische Denker zu Deutungsversuchen angeregt. Der deutsche Kunstkritiker Paul Westheim verwies schon vor Jahrzehnten in seiner Studie "Der Tod in Mexiko" darauf, dass die vorspanischen Kulturen eine völlig andere Auffassung vom Tod hatten als die abendländische Christenheit: Er wurde nicht als ein Ende betrachtet, vielmehr war das Leben selbst nur ein Übergangsstadium zwischen verschiedenen Daseinsformen. Andere Interpreten gehen davon aus, dass der Tod sehr wohl gefürchtet werde und die bunten Totenschädel nur der Versuch seien, ihm den Schrecken zu nehmen, indem man ihn lächerlich mache.

    Zum Totenkult gehören bis heute auch die "Ofrendas", wundervoll dekorierte Altäre, die in den Wochen vor dem 2. November zu Ehren der Verstorbenen errichtet werden. Es wird auch ein spezielles Totenbrot gebacken. Trotz der Traditionsliebe ist den "Calaveras", wie die Totenköpfe in Mexiko genannt werden, aber eine gefährliche Konkurrenz erwachsen, die aus dem nördlichen Nachbarland USA nach Mexiko eingedrungen ist: der Halloween.

    "Calaveras". Denn Jahr für Jahr schrumpfen in den Supermärkten die für die "Calaveras" vorgesehenen Regalmeter, während gleich am Eingang Plastikkürbisse, Monstermasken und Gespensterkleider als Blickfang aufgebaut werden. Die Importware scheint vor allem auf Kinder eine magische Anziehungskraft ausüben und ihr Verkauf sich daher für die großen Ketten mehr zu rechnen als das traditionelle Kulturgut.

    Den grassierenden Halloween-Feiern am 31. Oktober zum Trotz wird aber auch der Tag der Toten vielerorts in Mexiko noch als Volksfest gefeiert. In Huaquechula, einem Dorf unweit der zweitausendjährigen Stadt Cholula im zentralen Bundesstaat Puebla, pflegen die Einwohner Passanten zum Totenschmaus in ihre Häuser einzuladen. Besonders pittoresk, und längst eine Touristenattraktion, sind die Feiern in Patzcuaro im westlichen Staat Michoacan. Und das verschlafene Dorf Mixquic am Südostrand von Mexiko-Stadt erwacht mit Straßenrestaurants und Jahrmarkt nur am Tag der Toten zu wirklichem Leben.


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