Heidenspaß
Ich gehöre ja nicht gerade zu jenen, die sich im Kino nur dann wohlfühlen, wenn aus dem nebelverhangenen Leinwand-Morast Skelette auftauchen und man den Würgegriff ebenjener selbst noch im überheizten Saal eiskalt am Hals spürt. Iiiihhh, bloß nicht!
Aber schaurig liegt im Trend: Bevor die Fensterbänke Santa-Claus-mäßig zu blinken beginnen, leuchten uns von dort schon die ausgeschnittenen Kürbisse entgegen - und wer in einer Siedlung wohnt, deckt sich besser jetzt schon mit Süßem ein, bevor ihm Mittwoch Saures gegeben wird.
Ja, Halloween feiert mittlerweile auch in unseren Breitengraden gruselig-fröhliche Urständ und der Volkskundler spricht gar schon von einem Brauch.
Braucht's den auch?
Das ist die Frage. Handel und Gastronomie sicher: Nicht nur die Deko-Branche reibt sich rund um den 31. Oktober zufrieden die (Geister-)Hände. Für Kinder ist's ein Heidenspaß. Und sonst? Muss jeder selbst entscheiden, ob er mitziehen will. Klar ist allerdings: Wenn keiner wollte, hätte sich der Spuk schon längst aufgehört.
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