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    Zuletzt aktualisiert: 12.02.2007 um 13:31 Uhr

    Wolfgang Krispers Liebesgeschichte

    "Es war vor vielen Jahren, als ich meiner Heimatstadt Graz den Rücken kehrte...,"

    Elfi

    Schiffsjunge. Es war vor vielen Jahren, als ich meiner Heimatstadt Graz den Rücken kehrte, um meine Lehrstelle bei der I. Donau- Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Wien anzutreten. Meine Ausbildung erhielt ich in dem wunderschönen Ort Korneuburg, wo wir Schiffsjungen auf dem Schulschiff I in der Schiffswerft stationiert waren.

    Sommersprossen. Obwohl der Umgang mit dem weiblichen Geschlecht für uns Lehrlinge streng verboten war, verliebte ich mich in diesem kleinen Ort in ein Mädchen. Sie hieß Elfriede und wohnte mit ihren Eltern gleich neben der Schiffswerft. Elfi war ein liebenswerter Mensch mit kastanienbraunen Haaren und smaragdgrünen Augen. Das liebste an ihr waren ihre Sommersprossen, die immer süß funkelten, wenn sie sich ärgerte. Wir mochten uns wirklich sehr, und schmiedeten die tollsten Zukunftspläne. Da ihre Eltern aber sehr streng waren, mussten wir unsere Liebe geheim halten, denn es durfte keiner etwas erfahren.

    Zeit des Abschieds. Bei meiner Ausbildung war es so, dass man einige Zeit in Korneuburg verbrachte, und in den Sommermonaten auf den DDSG-Schiffen seine praktische Ausbildung vervollständigte. Aus diesem Grund kam auch für mich bald die Zeit des Abschieds heran, und wir trafen uns nochmals heimlich. Es war an einem Valentinstag, als wir uns an der Donaulände das letzte Mal für einige Zeit in die Arme fielen. Ich hatte, diesem Tag und Anlass entsprechend, einen Blumenstrauß mitgebracht. Während wir uns einander nochmals ewige Liebe schworen, wurden wir von ihrer Mutter überrascht.

    Schlechte Gesellschaft. Die Dame begann zu toben und beendete mit den Argumenten, dass ihre Tochter etwas besseres und viel zu gut für einen Schiffmann wäre, die Beziehung. Ich sollte ihr Kind nicht mehr belästigen, denn die Schiffsleute seien ihr alle zu minder. Denn als Binnenschiffer würde man ja nichts haben, und sie wolle nicht, dass Elfi in schlechte Gesellschaft geriet.
    Mit Tränen in den Augen vor Wut musste ich schließlich mitansehen, wie das Mädchen von ihrer Mutter heimeskortiert wurde.

    Ich habe Elfi nie mehr wiedergesehen. Erzählt hat man mir, dass sie bereits mit 19 Jahren einen Sohn bekommen und geheiratet hat. Doch diese Ehe hielt nicht lange. Sie war bald wieder geschieden und Elfi zog von Korneuburg weg.

    An all das muss ich immer denken, wenn wieder einmal der Valentinstag im Kalender aufscheint...

    Leser-Reporter Wolfgang Krisper


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