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    Zuletzt aktualisiert: 06.03.2013 um 13:12 UhrKommentare

    Viel Raum für Bewegung

    Ingo Dietrich und Kathrin Kuess haben aus einer sanierungsbedürftigen Altbauwohnung in Klagenfurt ein Schmuckstück gemacht. Daniela Bachal besuchte sie.

    Nach dem Umbau liegt die Küche zentral in der Wohnung, wo früher ein Wohnzimmer mit Wandverbau war

    Foto © Helmuth Weichselbraun Nach dem Umbau liegt die Küche zentral in der Wohnung, wo früher ein Wohnzimmer mit Wandverbau war

    Und - hängt Ihr diesmal eure Bilder auf?" Die Frage ist schon ein Running Gag unter Freunden, wenn Kathrin Kuess und Ingo Dietrich verkünden, wieder einmal umzuziehen. Drei Wohnungen in drei Jahren - da lohnt sich das Auspacken tatsächlich nur bedingt. Dabei tun sich die beiden Klagenfurter den Stress ganz freiwillig an, was die Vermutung aufkommen lässt, dass das Umbauen und Einrichten für die zwei ein Hobby ist. "Ist es auch", gibt das Paar zu.

    Wir treffen uns in einem repräsentativen Altbau, der Anfang des 20. Jahrhunderts in der Klagenfurter Bahnhofstraße errichtet wurde. 186 Quadratmeter Wohnerlebnis, umhüllt von meterdicken Wänden, 3,60 m Raumhöhe, alte Parkettböden, imposante Flügeltüren - und jeder nur erdenkliche Komfort, den man aus dem Neubau kennt.

    Fantasie und Mut

    Die Bilder sind tatsächlich noch nicht aufgehängt, aber sonst wirkt das Ganze, als wären Kuess und Dietrich endlich einmal angekommen. Und das war ein hartes Stück Arbeit. Vor rund einem Jahr musste man nämlich hauptsächlich Fantasie und Mut haben, um sich das Wohnen hier vorstellen zu können: Die modernen Fenster waren zwar bereits eingebaut, aber völlig vergilbt, Jutetapeten auf den alten Türen, ockerfarbene Wände, Spannteppich auf dem Holzboden, Badezimmer und Küche aus den 1970ern, dazu noch eine Elektro-, Heizungs- und Wasserinstallation aus dem Jahre Schnee. Zusätzlich war die Wohnung voll möbliert. "Zehn Leute haben hier in eineinhalb Tagen 18 Kubikmeter Holz aus der Wohnung hinausgetragen", erzählt Dietrich. Einzelne Möbel, die den beiden gefielen, wurden behalten, der Rest entsorgt. Dann ging es darum, dem Überangebot an Raum eine brauchbare Struktur zu geben.

    Raum für Bewegung

    Neben einem möglichst großzügigen Wohn-Koch-Essbereich sollte eine private Rückzugszone geschaffen werden, die sich bei Bedarf als Kinderbereich mit zwei Zimmern und eigenem Bad vom Rest der Wohnung abkoppeln lässt. Dazwischen ein Gang, der eigentlich ein komplettes Wohnzimmer ist: 12 Meter lang, 2,5 breit, 3,60 Meter hoch. Hier kann man turnen - und wie! Dazu wurde beim Umbau bereits eine massive Stange unter der Decke eingezogen, auf der sich Schaukel, Trapez und Ringe montieren lassen.

    Womit wir auch schon beim grundsätzlichen Planungskonzept für diese Wohnung sind: "Wir wollten viel Raum für Bewegung", sagen die Bewohner. Tatsächlich ergibt sich im zentralen Koch- und Wohnraum ein Durchblick über 18 Meter, weil die Küche bei Bedarf eins wird mit den beiden angrenzenden Räumen, die derzeit als Erker-Fernsehzimmer und als Couch- und Relaxraum fungieren.

    Aus Alt mach Neu

    Ohne tragende Bauteile antasten zu müssen, wurde im Innenraum tüchtig aufgeräumt. In den abgehängten Decken konnte ganz elegant die neue Elektroinstallation samt Spots versteckt werden. Das Badezimmer blieb zwar an seinem alten Ort, wo einst das WC stand, ist jetzt aber barrierefrei die Dusche untergebracht. Im Spritzwasserbereich wurden bis zu 3 m2 große Fliesen wandbündig verlegt. LEDs sorgen für Licht in allen Farben. Das Waschtischmöbel stammt von Peter Max und hier sind wir bei einem weiteren Grundsatz, nach dem Dietrich und Kuess eingerichtet haben: Wer die richtigen Ideen hat und die nötige Geduld, spart sich eine Menge Geld. Der Großteil der Einrichtung stammt von www.willhaben.at, gemischt mit Fundstücken vom Flohmarkt und vom Antiquitätenhändler. In Kombination mit nagelneuem Design wie dem weißen Kunststoff-Chester-Sofa in der Küche ergibt sich der besondere Charme dieses Domizils.

    Die Bilder bleiben übrigens auch diesmal in den Siedel-Kartons. Kuess und Dietrich haben da nämlich wieder so eine nette, renovierungsbedürftige Wohnung entdeckt.

    Daniela Bachal

    Foto

    Foto © Privat

    Bild vergrößernDer Grundriss der Wohnung Foto © Privat

    Was & Wer

    Sanierung/Umbau einer 186 m2 großen Altbauwohnung in einem um 1900 errichteten Wohnhaus in Klagenfurt.

    Bauzeit: März bis September 2012.

    Baukosten: entsprechend einem Neubau (ohne Außenwände und Dach).

    Planung: Hartwig Meisslitzer, www.ordinationsplanung.com

    Verkauf

    Verkauf. Ingo Dietrich und Kathrin Kuess bieten ihre komplett sanierte und neu eingerichtete Wohnung in der Bahnhofstraße 51 in Klagenfurt ab Oktober 2014 zum Kauf an: um 490.000 Euro. www.das-domizil.at

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