Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 01. August 2014 05:49 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Eine etwas andere Agentur Mit alten Bautechniken zur bunten Vielfalt Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Homestorys Nächster Artikel Eine etwas andere Agentur Mit alten Bautechniken zur bunten Vielfalt
    Zuletzt aktualisiert: 27.06.2011 um 05:00 Uhr

    Ein kreativer Ausbruch: Das Weingut Krispel

    Im Vulkanland kann man nur einen Vulkan bauen, befand das Winzerehepaar Daniela und Anton Krispel und ging mit einem Feuerwerk an guten Ideen an die Arbeit.

    Ein Feuerwerk an guten Ideen: das Weingut Krispel in Hof bei Straden

    Foto © ORF/Angelo KaunatEin Feuerwerk an guten Ideen: das Weingut Krispel in Hof bei Straden

    Eine gute Nase, ein Bauchgefühl, auf das man sich verlassen kann und Begeisterungsfähigkeit - damit waren Anton und Daniela Krispel von jeher ausgestattet. Heikel waren sie außerdem: "Was mir nicht schmeckt, ess' ich nicht, und das will ich auch keinem anderen anbieten", sagt die Hausherrin. Mut hatte das steirische Dream-Team auch schon immer. Anders lässt sich der Erfolg der beiden Quereinsteiger in der Winzerbranche auch kaum erklären.

    Er war Schlosser, sie kam von der Modeschule in Graz, als die beiden 1988 die "vielseitige Landwirtschaft" von Anton Krispels Eltern in Hof bei Straden übernahmen. Weg vom bunten Mischmasch, hin zu kompromissloser Qualität, lautete von Anfang an die Devise. Und das alles autodidakt. "Unsere ersten 600 Flaschen Weißburgunder haben wir 1989/90 mit der Panik abgefüllt, wir könnten keine einzige davon verkaufen." Die Angst war von Anfang an unbegründet.

    Verkaufs- und Empfangsgebäude

    Heute vermarktet die Familie 17 Hektar Weingarten, führt eine florierende Buschenschank, hat gut gebuchte Gästezimmer und züchtet Wollschweine (die größte Herde Österreichs), aus denen der Hausherr Spezialitäten wie den "Neusetzer-Speck" macht. Daniela und Anton Krispel waren in den vergangenen Jahren so umtriebig, dass sie manchmal selbst den Überblick über den aktuellen Ausbau- und Umbaustand ihres Betriebs verloren. Irgendwann waren auf dem Hof die Grenzen zwischen Privatzone, Arbeitsbereich, Buschenschank und Feriengästezone nicht mehr erkennbar.

    Was fehlte, war ein Verkaufs- und Empfangsgebäude als Drehscheibe für den ganzen Betrieb - ein Bau, der das alte Wirtschaftsgebäude und die Buschenschank wie eine Klammer zusammenfasst und dem Hof Struktur gibt. An diesem Punkt war selbst für Anton Krispel Schluss mit "Selbst ist der Mann".

    Ein Vulkan mit Kupferhaut

    Hier mussten Architekten ran. Die hatte man zum Glück in Form des Ehepaars Renate und Martin Weidemann bereits als Feriengäste auf dem Hof. Auf der Durchreise nach Italien kamen sie Anfang der 1990er bei den Krispels vorbei - und wollten dann gar nicht mehr weg. Aus der Freundschaft ist zuerst einmal ein Weinkeller entstanden, der es bald nach der Fertigstellung 2001 in etliche renommierte Architekturmagazine brachte - 2006 folgte ein kleiner Anbau ans Wohnhaus der Familie. Logisch, dass auch für die schwierigste Bauaufgabe auf dem Hof nur die Weidemanns in Frage kamen.

    Zwei Jahre Planungsarbeit stecken in dem "Vulkan" mit Kupferhaut, der sich je nach Lichteinstrahlung silberglänzend bis mattschwarz aus der Landschaft erhebt. "Der Entwurf versinnbildlicht die tektonische Dynamik des Vulkanismus. Gebäudeform, Farbe und Licht interpretieren das Thema Eruption", beschreibt es der Planer. Einfacher gesagt: Alles an dem Gebäude ist schief - wie Gesteinsschichten schieben sich die Bauteile ineinander. Der Ein- und Durchgang führt wie ein Trichter zum Gastgarten. Links und rechts grenzen sich die Seitenflügel mit kupferbeplankten Schiebetüren ab. Oberlichter zeichnen charmante Muster in den Raum. Das Vulkan-Thema setzt sich innen fort: Die Unterdecke wurde gefaltet, auch die Möbelflächen sind wie Felsschichten verschoben. Der Kostraum mutiert zur Lounge mit traumhafter Raumakustik und Blick mitten in den Weingarten.

    Alles in allem eine Architektur, an der sich selbst Daniela und Anton Krispel nicht satt sehen können. "Die vielen Ecken und Winkel sind faszinierend", schwärmen sie. Und wir auch.

    DANIELA BACHAL

    Mehr Homestorys

    Mehr aus dem Web



      So viel kosten Baugründe in der Steiermark

      Fotolia

      Energie vergleichen

      Energievergleich

       

      Online-Anzeigen-Tool

      Inserieren Sie jetzt in nur 6 Schritten Ihre Zeilenanzeige in der Kleinen Zeitung Weiter

      Bauratgeber Steiermark

      Zum Bauratgeber

      Homestorys

      Foto: Oliver Wolf

      Wie wohnen Sie?

      Ein kuscheliges Sofakissen, ein alter Bilderrahmen vom Flohmarkt, nostalgisches Silberbesteck: Zeigen Sie uns Ihr liebstes Möbelstück!

       

      Immo & Wohnen-Newsletter

      Die neuesten Möbel-Trends für Ihr zu Hause, architektonische Gustostückerln und viel Service rund um Haus und Garten per E-Mail!

       

      Sicherheit für Ihr Heim

      Fotolia: remar

      Schon mit wenigen Maßnahmen an Ihrem Eigenheim können Sie Einbrechern die "Arbeit" erschweren.

       

      KLEINE.tv

      Wohnen im Schiffscontainer

      In Washington wird derzeit ein innovatives Apartment-Haus gebaut. Eines,...Noch nicht bewertet

      Sprechstunde

      Umbau, Neubau oder Sanierung: Was auch immer Sie von einem Architekten wissen wollen: Schicken Sie Ihre Frage per E-Mail an die Kammer der Ziviltechniker für Steiermark und Kärnten. Die Antworten werden in regelmäßigen Abständen hier veröffentlicht.

       

      Immo-Fotoserien

      Homestory: Zu Besuch im "Nemo" 

      Homestory: Zu Besuch im "Nemo"

       

      Der Maler-Guide

      istock
       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!