Raum für kreative Köpfe
Wie wohnen die, die ständig Wohnraum für andere schaffen? Eine Spurensuche beim steirischen Architekten Klaus Kada.

Foto © Residenz Verlag/Janos KalmarThink Pink - so lebt Architekt Klaus Kada
Man findet sie in charmanten alten Häusern oder coolen neuen Wohnungen - versteckt in Hinterhöfen oder im Dachgeschoss: Menschen, deren Beruf es ist, Raum für andere zu schaffen - die Architekten. 36 von ihnen, alle aus Österreich, haben für den neuen Bildband "Gelebte Räume" ihre Haustüren geöffnet - und gewähren einen Blick auf ihre individuellen Wohnentwürfe. Bitte eintreten!
Klassisch
Mit seiner klassischen Altbauwohnung mit 130 Quadratmetern Grundfläche - der Hausherr spricht ironisch von seiner "Zwei-Zimmer-Wohnung" - ist Klaus Kada einen Kompromiss eingegangen: Weil er vorgegebene Räume nicht besonders schätzt, und weil hier außerdem noch jemand über ihm wohnt - ein krasser Widerspruch zu Kadas Verlangen nach Luft und Licht. Aber so wichtig ist das alles auch gar nicht, weil Kada laut Eigencharakterisierung ohnehin kein Heimattyp ist. Und weil er außerdem zwischen seinen Büros in Graz und Aachen pendelt.
Kreativität
Was dem Architekten in seiner Wohnung wichtig ist? Transparenz und Großzügigkeit. Kunstwerke und Möbel wurden so in den vorhandenen Raum integriert, dass sie möglichst wenig Platz wegnehmen. Mit Dingen, zu denen er eine persönliche Beziehung hat, umgibt sich der Planer dabei zwar gern, aber sie dürfen nicht überhandnehmen. Also wird auch immer wieder etwas weggeworfen, verschenkt oder weggeben. Was eine Wohnung im Kern ausmacht, ist nach Auffassung des Hausherrn ohnehin der Mensch, der in ihr lebt. Lebensräume können seiner Ansicht nach nie vorgegeben, sondern nur von den Menschen, die sie beleben, buchstäblich geschaffen werden. Und Kada ist da ziemlich kreativ.



















