Mit dem Coach auf der Couch
Der Wohnpsychologe Harald Deinsberger untersucht Lebensräume auf ihre Stärken und Schwächen.

Foto © IstockSind wir in unseren vier Wänden wirklich zu Hause?
Um uns wohl zu fühlen, wissen
wir genau, welchen Pulli wir
tragen wollen oder welches Getränk
wir bestellen. Auch beim
Auto wissen wir, welches zu uns
passt. Warum fällt es gerade
beim Wohnen oft schwerer, das
Passende zu finden?
HARALD DEINSBERGER:
Wohnen
ist
sehr komplex. Es gibt einen
ganzen Katalog von Bedürfnissen,
die mit dem Wohnen
zusammen hängen. Meist fällt
uns nur der eine oder andere
Aspekt auf. Die gesamte Wohnqualität
zu erfassen, ist nicht so
einfach.
Vor etwa zwei Jahrzehnten eroberte
das chinesische Feng-Shui
den Westen. Ist bei uns die Zeit
für ein eigenes Verständnis von
Raumpsychologienochnicht reif?
DEISENBERGER: Das Hauptmanko
im Westen ist, dass wir
die ganzen Themen, die sich mit
dem Wohnen beschäftigen, auf
einzelne Wissensdisziplinen aufsplittern:
Die Psychologie deckt
einen Teil ab, einen anderen die
Soziologie,wiedereinenanderen
dieWohnmedizinusw.Was fehlt,
ist, dass man die Grundlagen
miteinander verknüpft.
Was machen Sie als Wohnpsychologe?
DEINSBERGER: Ich mache quasi
denGesundheitscheck für einen
Lebensraum, untersuche die
Lebensqualität, finde Stärken
und Mängel heraus und schaue
dann, was man machen kann.












