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Zuletzt aktualisiert: 17.06.2011 um 12:51 Uhr

Mit dem Coach auf der Couch

Der Wohnpsychologe Harald Deinsberger untersucht Lebensräume auf ihre Stärken und Schwächen.

Sind wir in unseren vier Wänden wirklich zu Hause?

Foto © IstockSind wir in unseren vier Wänden wirklich zu Hause?

Um uns wohl zu fühlen, wissen wir genau, welchen Pulli wir tragen wollen oder welches Getränk wir bestellen. Auch beim Auto wissen wir, welches zu uns passt. Warum fällt es gerade beim Wohnen oft schwerer, das Passende zu finden?
HARALD DEINSBERGER: Wohnen ist sehr komplex. Es gibt einen ganzen Katalog von Bedürfnissen, die mit dem Wohnen zusammen hängen. Meist fällt uns nur der eine oder andere Aspekt auf. Die gesamte Wohnqualität zu erfassen, ist nicht so einfach.

Vor etwa zwei Jahrzehnten eroberte das chinesische Feng-Shui den Westen. Ist bei uns die Zeit für ein eigenes Verständnis von Raumpsychologienochnicht reif?
DEISENBERGER: Das Hauptmanko im Westen ist, dass wir die ganzen Themen, die sich mit dem Wohnen beschäftigen, auf einzelne Wissensdisziplinen aufsplittern: Die Psychologie deckt einen Teil ab, einen anderen die Soziologie,wiedereinenanderen dieWohnmedizinusw.Was fehlt, ist, dass man die Grundlagen miteinander verknüpft.

Was machen Sie als Wohnpsychologe?
DEINSBERGER: Ich mache quasi denGesundheitscheck für einen Lebensraum, untersuche die Lebensqualität, finde Stärken und Mängel heraus und schaue dann, was man machen kann.


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Bild vergrößernDI Dr. Harald Deinsberger von der TU Graz/WohnbauFoto © Schiffer

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