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    Zuletzt aktualisiert: 03.04.2012 um 15:36 Uhr

    Über den Dächern von Wien

    In Wien boomt der Ausbau von Dachgeschoßen in Altbauten in Holz. Das geringe Gewicht und die hohe Tragfähigkeit machen Holz hier zum idealen Baustoff.

    Unverzichtbar ist Holz aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften für Dachaufbauten und -ausbauten

    Foto © DIETRICH/UNTERTRIFALLER ARCHITEKTENUnverzichtbar ist Holz aufgrund seiner bauphysikalischen Eigenschaften für Dachaufbauten und -ausbauten

    Das Potenzial ist groß. "In Wien gibt es viele leer stehende Dachböden", sagt Architekt Ulrich Burtscher von mikado architects. Er hat schon zahlreiche Dachgeschoße in hochwertigen Wohnraum umgewandelt, nahezu alle in Leichtbauweise. Sein bevorzugtes System dabei ist Holz in Verbindung mit Stahl.

    Die Innenstadtbauten, die dafür in Frage kommen, sind vor allem Gründerzeitbauten. Denn ein Drittel des gesamten Wiener Gebäudebestandes stammt aus der Gründerzeit. Immobilien-Experten schätzen, dass rund 80.000 Wohnungen in den Dachböden dieser zwischen 1850 und 1914 errichteten Gebäude realisiert werden könnten. Machbar ist dies wegen einer EU-Vorschrift zur Erdbebensicherheit fast nur in Holz. Andernfalls müsste man die Decken in den bestehenden Gebäuden aussteifen. "Das ist in einem bewohnten Gebäude kaum möglich und würde den Dachbodenausbau auch finanziell uninteressant machen", sagt Burtscher.

    "In der Eurocode-5-Richtlinie zur statischen Berechnung ist auch das Verhalten bei Erdbeben erfasst", erklärt Fritz Klaura, proHolz Kärnten Baufachberater. Ein Massivaufbau würde durch sein Baugewicht nicht nur zu große Pressungen auf die Fundamente bringen, durch die größere Masse gäbe es bei Erdbeben auch größere Pendelausschläge. "Ein Ausbau in Rahmen-Holzbauweise bedeutet nur ein Zehntel des Gewichts der herkömmlichen Massivbauweise. Mit einem Ausbau in Massivholz ist man noch immer bei einem Sechstel des Gewichts von Stahlbeton", erläutert Klaura.

    "Der Holzbau bietet hier große Chancen", sagt Architekt Helmut Dietrich. Sein Büro hat einen Dachaufbau auf ein Industriegebäude in Wien geplant. "Ein Holzbau ist nicht nur für die Gebäudestruktur die geringere Belastung, sondern auch für die Nachbarschaft. Lärm und Verkehrsbelästigung sind niedriger als beim Massivbau, die Bauarbeiten sind staubfrei, die Bauzeit ist kurz", sagt er. "Außerdem bringt man auf diese Weise die Qualität des Lebens mit Holz in die Stadt", so Dietrich. Der geringere Ressourcenverbrauch sowie die energetischen und ökologischen Vorteile seien ebenfalls nicht zu unterschätzen.

    Kurze Bauphase ist ein Vorteil

    "Der Dachausbau ist in Städten ein wichtiges Thema, da es sich dabei um vorhandene Infrastruktur handelt und die Bestandsubstanz für die nächsten Jahrzehnte entscheidend verbessert wird", meint auch Architektin Marlies Breuss von HOLODECK architects. Die Vorteile des Leichtbaus sind für sie auch, dass man relativ temperaturunabhängig arbeiten könne, und die Vorfertigungsmöglichkeit. Einzelteile, aber auch ganze Decken und Wände würden im Werk gefertigt. Vor Ort seien Anpassungen wie der Zuschnitt von Anschlüssen möglich.

    Die kurze Bauphase ist ebenfalls ein großer Vorteil. Da die Aufstellung eines Krans gerade in Wien oft nicht, außer für kurze Perioden, möglich ist, bringen vorgefertigte Holzteile, die in diesen kurzen Phasen auf die Baustelle geschafft werden können, wesentliche Vorteile.


    Foto

    Foto © MIKADOARCHITECTS

    Bild vergrößernDie Bauelemente für den Dachausbau werden vorgefertigt und zur Baustelle geliefertFoto © MIKADOARCHITECTS



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