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Zuletzt aktualisiert: 15.06.2011 um 10:02 Uhr

Das Handwerk mit goldenem Boden

Gehalts-Check mit 25 Jahren. Jurist Julian und Malermeisterin Maria vergleichen ihren Verdienst nach Studium samt Gerichtsjahr und Lehre. Das Resultat: Maria liegt mit 160.000 Euro ganz gut im Vorsprung.

Der frisch gebackene Jurist Julian steht mit seinen 25 Jahren am Anfang seiner Karriere

Foto © KKDer frisch gebackene Jurist Julian steht mit seinen 25 Jahren am Anfang seiner Karriere

Maria hat sich mit 15 Jahren für eine dreijährige Lehre zur Malerin und Anstreicherin entschieden, während ihr damaliger Schulkollege Julian die Oberstufe in Angriff genommen hat. Eine bedeutende Entscheidung im Leben. Während Julian die Matura als Lohn für seine Mühen genügen muss, verdient Maria als Lehrling eine monatliche Entschädigung von 430 Euro (alle Angaben brutto) – das erste selbst verdiente Geld. Als sie volljährig wird, sind es schon 685 Euro, die Maria zur Verfügung hat. Mit 18 Jahren maturiert Julian mit Auszeichnung. Maria legt ebenfalls eine tolle Lehrabschlussprüfung (LAP) hin. Beide feiern ihre Erfolge. Die Bilanz: Maria hat einen Gehaltsvorsprung von 23.000 Euro.Die Karriere geht weiter: Julian beginnt sein Studium und will Jurist werden. Maria wird als Facharbeiterin beschäftigt – beide sind fleißig.

Mit 24 Jahren und in Mindeststudienzeit darf sich Julian endlich über seinen Magistertitel freuen, während Maria in der Zwischenzeit den monatlichen Malerlohn von 1800 Euro verdient hat – sie ist nun 155.000 Euro im Vorsprung. Bald darauf macht Maria die Maler-Meisterprüfung und verdient nun bis zu 2500 Euro monatlich. Julian hingegen freut sich über das Gerichtsjahr und seinen ersten Gehaltszettel von 1300 Euro. Unter dem Strich hat Malerin Maria im Alter von 25 Jahren einen Gehaltsvorsprung von 160.000 Euro ...


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Foto © KK

Bild vergrößernHarald Hack ist Landeslehrlingswart, StmkFoto © KK

Heute Lehrling – morgen Meister

Lehrlinge sind im Malerhandwerk unser wichtigstes Gut.Wir als Innung sehen für die Zukunft eine gemeinsame, starke Richtung, nämlich die Ausbildung unserer Jungmaler. Aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge müssen wir uns ganz besonders bemühen, durch eine exquisite Ausbildungsbreite das Handwerk für die Zukunft in der Qualität zu erhalten. Die Lehrlinge von heute sind die Meister von morgen. Wichtig ist natürlich auch die Informations-Arbeit: Handwerk mit Berufsreifeprüfung oder Lehre nach der Matura sind nur einige Stichworte, die unser Handwerk in der Öffentlichkeit prägen. Ich als Lehrlingswart bin sehr stolz darauf, dass ich jederzeit auf das Team innerhalb der Innung bauen kann. Dass die Gesprächsbasis mit der Berufsschule sowie die Zusammenarbeit mit unseren Farberzeugern bezüglich Sponsoring jeglicher Art große Qualität aufweist und einer positiven Zukunftsorientierung nichts im Wege steht – ganz im Sinne unseres Mottos: "Das Handwerk hat goldenen Boden".



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