Wärme aus dem Erdreich pumpen
Wer auf der Suche nach einer alternativen Heizmöglichkeit ist, könnte mit dem Duo Erdwärme und Wärmepumpe die Nase vorne haben.

Foto © DreamstimeUm Erdwärme zu nutzen, brauchen Sie keinen Lavastrom vor dem Haus
Sie brauchen keinen brodelnden Vulkan vor Ihrem Haus, um mit Erdwärme Ihre vier Wände zu heizen – ein Garten tut?snämlichauch!Dasist eine wesentliche Information in einer Zeit, in der das Umweltbewusstsein stetig wächst und Energiepreise teilweise explodieren. Was man braucht,um die Wärme aus der Erde fürs Haus und auch das Brauchwasser zu nutzen: eine Wärmepumpe und einen Garten, der etwa das Doppelte misst wie die zu beheizende Wohnfläche des Hauses (oder Sie verwenden eine Erdsonde, die bis zu 200 Meter in die Tiefe führt). In nur einem Tag ist es möglich, die gesamte Anlage zu errichten: Dafür werden im Garten in etwa einem Meter Tiefe Erdkollektoren verlegt, die an die sogenannte Wärmepumpe angeschlossen sind. Mittels dieser Wärmepumpe wird der Umwelt bzw. dem Erdreich in einem Kreisprozess die gespeicherte Sonnenenergie entzogen und auf ein höheres Temperaturniveau "gepumpt", womit das gesamte Haus beheizt werden kann.
Kühlung & Warmwasser
"In Österreich", so Georg Patay, Marktleiter der Vaillant Austria Group, "dürfte mittlerweile fast jedes zweite neu gebaute Ein- bzw. Zweifamilienhaus mit einer Heizungswärmepumpe ausgestattet sein – ein Beweis für die hohe Kundenakzeptanz." Wussten Sie, dass dieses umweltfreundliche Systemin heißen Sommermonaten auch als Kühlung verwendet werden kann? "Die Erde erreicht in dieser Tiefe eine maximale Temperatur von 17 Grad. Damit kann ein Haus um etwa drei Grad gekühlt werden", so Patay. Doch das ist noch nicht alles: Mit Erdwärme kann auch Brauchwasser bereitet werden, womit ein privater Haushalt wohl am meisten Energie einsparen kann. Patay: "Mit einer effizienten Brauchwasserbereitung könnendiejährlichenBetriebskosten eines Hauses erheblich gesenkt werden. Dementsprechend wird auch die Nachfrage immer größer." Weitere Vorteile der Erdwärme sind, dass sie unabhängig von den Jahreszeiten genutzt werden kann und die installierten Anlagen vollautomatisch laufen. Der etwas höhere Anschaffungspreis zum Beispiel gegenüber einer Öl- oder Gasheizung rentiert sich bereits nach einigen Jahren durchdie niedrigen Betriebs- und Heizkosten – und vielleicht auch durch das gute Gewissen unserer Umwelt gegenüber.
Einsparung durch Planung
Ein Wärmepumpensystem sollte vom Fachmann gut geplant und entsprechend dimensioniert werden. Speziell die Auslegung der Heizkörper bzw. der Fußbodenheizung ist für den wirtschaftlichen Betrieb ausschlaggebend. Der Fachmann kümmert sich auch um eine individuelle Regelungseinstellung sowie eine regelmäßige Wartung des Systems.
Features
Wussten Sie, dass ...
... mit einer Wärmepumpe die Sonnenenergie aus Erde, Luft oderWasser entzogen und auf eine nutzbare Temperatur gebracht wird? ... man mit einer Wärmepumpe aus einem Euro Strom bis zu vier EuroWärme erzeugen kann? ... für die Fläche des Erdkollektors etwa das Eineinhalb bis Zweifache der Wohnfläche gebraucht wird? Das heißt: Für ein Haus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche wird eine Erdkollektorfläche von 200 bis 300 Quadratmeter benötigt. ... die Erdkollektoren in einer Tiefe von zirka einem Meter und einem Rohrabstand von etwa 70 Zentimetern verlegt werden?














