Kein Dank für die Blumen?
Der Landesblumenschmuckbewerb sorgt in Ragnitz für ein Nachspiel.
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Die "Flora 2011" - besser bekannt als Landesblumenschmuckbewerb - ist geschlagen. Anfang September wurden beim Finale in Fernitz die Preisträger, darunter auch etliche aus der Region, präsentiert (wir berichteten).
Dass die Gemeinde Ragnitz dort durch Abwesenheit glänzte, sorgt nun für ein Nachspiel. Gertrude Kowald, Frau des verstorbenen Altbürgermeisters Ludwig Kowald, fühlt sich von dessen Nachfolger Rudolf Rauch bei der Nominierung zum Bewerb übergangen. "Ich bin davon ausgegangen, dass er mich anmeldet, schließlich habe ich ihn darum gebeten." Als sie ihren Namen nicht unter den Preisträgern fand, wurde sie stutzig. "Ich hätte locker mit den Siegern mithalten können. Aber der Herr Bürgermeister hat mich ignoriert, weil er ein Problem mit mir hat", ist Kowald wütend. Nachsatz: "Er ist wohl ein Blumenfeind."
Das will der Ortschef nicht auf sich sitzen lassen. "Ich bin der Letzte, der etwas gegen Blumen hat. Auf meine Initiative hat die Gemeinde in den letzten drei Jahren rund 10.000 Euro in den Blumenschmuck im öffentlichen Raum investiert", erzählt Rauch.
Er habe kein Problem mit Kowald, ihr blumengeschmücktes Haus sei tatsächlich ein Blickfang. "Sie war aber die einzige, die sich für den Bewerb interessiert hat. Da zahlt sich eine Teilnahme für uns als Gemeinde finanziell nicht aus", begründet Rauch. Mit einem Nenngeld von 150 Euro hätte die Gemeinde bis zu fünf private Teilnehmer nominieren können. Für den doppelten Betrag wäre auch die Gemeinde selbst mit dabei gewesen.
Ausnahmen möglich
"Natürlich sind wir daran interessiert, dass die Gemeinden sich selbst und mehrere private Teilnehmer anmelden", erläutert Renate Jausner-Zotter, Geschäftsführerin des Blumenschmuckbewerbes. Wenn es sich nur um eine Person handelt, könne man aber auch eine Ausnahme machen und den Betrag entsprechend reduzieren. "Wenn man mit uns darüber gesprochen hätte, wäre das wohl kein Problem gewesen", so Jausner-Zotter.













