Das große Rittern um die "Floras"
Es wird spannend: Die Landesblumenschmuck-Jury hat ihre Bewertungsfahrten durchs ganze Land hinter sich. Die Finalisten stehen fest, die Sieger werden am 1. September gekürt.

Foto © Jürgen FuchsDie Juroren bei der Arbeit
Auf den ersten Blick haben sie wohl die schönste Aufgabe der Welt, die Blumenschmuck-Juroren. Wochenlang durfte die Mannschaft rund um "Urgestein" Juliane Weißensteiner wieder die schönsten blühenden Fleckchen des Steirerlandes erkunden und bewerten. Ganz so idyllisch, wie es auf den ersten Blick scheint, ist die Sommerzeit für die Blüten-Profis aber nicht. Eines machte ihnen nämlich einen ordentlichen Strich durch die florale Rechnung: das liebe Wetter.
"So oft wie heuer haben wir noch nie Regenschirme und Winterpullover gebraucht", bilanzieren Weißensteiner und Ferdinand Lienhart, Obmann der steirischen Gärtner und Floristen. Immer wieder standen die strengen Juroren beim Bewerten unter wolkenverhangenem Himmel. Gelacht hat die fröhliche Truppe dennoch. Und gestaunt. Die Leistungen der Zigtausenden Teilnehmer des größten österreichischen "Wettgartelns" beeindruckten sie angesichts der Bedingungen umso mehr.
"Die Spitze ist einfach nur hervorragend. Was sie trotz des schlechten Wetters geleistet haben, ist unglaublich", meinen die Juroren wie Blumenkönigin Lisa I., Gert Meister, Maria Kickmaier und Johann Friedl. Besonders spannend wird es heuer im öffentlichen Bewerb, wo Gemeinden, Dörfer und Städte erstmals um bis zu fünf "Floras" rittern (wir berichteten). Wer im Rennen um die Blumenkronen die Nase vorn hatte, verraten die fleißigen Juroren aber noch nicht.
Dafür erzählen sie von einem wahren Schreckmoment auf ihrer Erkundungsreise durchs blühende Land. "In der Obersteiermark wurden uns mit langen Nägeln auf einem Parkplatz die Reifen aufgestochen. Das hat einige Stunden gekostet", so Lienhart. Diese weniger schöne Episode sieht die Truppe aber mit Humor. Nach dem Motto: Wer die beruhigende Kraft der Blumen kennt, den regt so schnell nichts auf.
Großes Finale
Gekürt werden die Sieger beim großen Blumenschmuck-Finale am 1. September in Fernitz bei Graz. Das bunte Rahmenprogramm steht ebenso wie die Sieger bereits fest. "Wir starten um zehn Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Fernitz", so Bewerbs-Geschäftsführerin Renate Jausner-Zotter. Danach geht es zur "Straße der Sieger" im Festzelt, parallel werden Führungen durch den Park und den Garten vom letztjährigen Landessieger Franz Fuchs angeboten.
Um 14 Uhr steigt die Spannung - die Siegerehrung der "Flora 2011" beginnt. Dann darf die Jury endlich ihr Schweigen brechen.
Features
Fakten
Nach der Bewertung der Jury sind in den Kategorien des öffentlichen Bewerbs noch folgende Orte im Rennen um vier oder fünf "Floras":
Schönstes Dorf: Donnersbach, Fernitz, Großwilfersdorf, Miesenbach bei Birkfeld, Unterlamm und Wenigzell.
Schönstes Gebirgsdorf: Altenberg an der Rax, Hirschegg, St. Jakob im Walde, St. Kathrein am Offenegg und St. Oswald-Möderbrugg.
Schönste Katastralgemeinde: Rassach und Weißenbach.
Schönster Markt: Frauental, Gamlitz, Haus, Krieglach, Lannach und Mooskirchen.
Schönste Stadt: Bad Aussee, Leoben und Voitsberg.












