Ein schmuckes "Hexenhäuschen" im Grünen
Eine Idylle, wie sie im Buche steht: das Gartenparadies von Hildegard und Norbert Raup aus Werschling bei Himmelberg fasziniert durch unglaubliche Fülle.

Foto © WeichselbraunHildegard Raup vor ihrem "Hexenhäuschen"
Man kann gar nicht daran vorbeigehen oder vorbeifahren, man muss einfach stehen bleiben und staunen. So schmuck präsentiert sich das 400 Jahre alte, hölzerne Bauernhaus mit seiner Blumenpracht und seinem romantischen Garten, der die Liebe der Bewohner zur Natur und zur Fülle des Lebens widerspiegelt. Vor dem Haus ein riesiger Trompetenstrauch, Wandelröschen, Surfinien, Geranien auf den Fensterbänkchen, blau-lila Lobelien auf der Holztriste und weiße Herbstanemonen, die aussehen wie Schneerosen - fast wie im Märchen. "Wie bei Hänsel und Gretel, die Hexe ist drinnen", lacht Hausherrin Hildegard Raup und gewährt durch den Efeubogen Eintritt in den Garten.
Er bietet einen Blickfang nach dem anderen, besticht durch sein kreatives Arrangement, das nicht gestylt, sondern völlig natürlich wirkt. Idylle ja, Kitsch nein - ein wahres Gartenparadies. "Ich liebe es, wenn sich alles so in Fülle neigt", zeigt Hildegard Raup ihre Freude über den Balsam für die Seele, dem sie jeden Tag zwei Stunden und so manchen Nachmittag gerne widmet. In die Blumenpflege, die sie von ihrem Mann Norbert übernommen hat, sei sie einfach hineingewachsen. "Jetzt ist sie versklavt", fügt der Gatte verschmitzt an.
Gespür für den Garten
Im Garten zur Linken gedeihen Prachtstauden, Flox, Rittersporn, Storchenschnabel, Sonnenblumen, Glockenblumen, Margeriten, Stockrosen, Schneerosen und Maiglöckchen, im Untergrund rosa blühende Eisblumen. An der Wand des ehemaligen kleinen Stalles ranken sich Clematis hoch, eine Riesenfunkie sticht ins Auge. Im Garten zur Rechten stehen die Obstbäume.
Ihre Pflanzen hat Hildegard Raup nie gezählt, auch nicht das Geld, das sie kosten: "Das darf der Papa gar nicht wissen." Dreimal in der Saison wird auch der Garten mit Granulat gedüngt, mehr verrät die Blumenfee nicht. Dass der Garten so herrlich gedeihe, führt sie auf Kombinationsgabe und "Gespür" zurück. "Ich glaube, ich habe einen guten Draht zum Herrgott."












