Juroren auf floralen Sohlen
Auch die Adleraugen machen Pause. Samt Lachanfall und nassen Hosenbeinen.

Foto © KLZAber Achtung: Bloß nicht auf die schönen Blumen steigen!
Fast lautlos schleichen sie durch das Land. Auf leisen Sohlen erkunden sie Orte, Städte, Gärten und sogar Almen. Immer auf der Suche nach den schönsten blühenden Ecken, den außergewöhnlichsten Kreationen im Topf, den besten grünen Daumen. Eine Suche, die ihnen auch einiges abverlangt. Ihnen, den Blumenschmuck-Juroren. Kein Wunder, dass da eine kleine Pause schnell zum ausgelassenen Stelldichein wird. Ohne Schuhe, dafür mit nassen Hosenbeinen.
"Ja, wir hatten einiges zu tun", meint Chef-Jurorin Juliane Weißensteiner. Gemeinsam mit ihren Kollegen Gert Meister, Maria Kickmaier, Helmut Pichler, Grete Edler und Fahrer Gerhard Rexeis gönnt sie sich eine kurze Auszeit. Das Bilanzziehen steht an.
Tausende Kilometer legten die Adleraugen auf ihrer Reise durch das Steirerland zurück. 50 Tage waren insgesamt 21 Experten, die sich auf sechs Teams aufteilten, dafür auf den heimischen Straßen unterwegs. Naja, zumindest meistens. "Der Gerhard kennt inzwischen wirklich alle Abkürzungen. Auch die geheimen", verrät die illustre Runde am Ende eines langen Bewertungstages.
Auf Streifzug
Erstmals spaltete sich die Landesjury quasi in Teile. Landschaftsplanerin Angelika Ertl streifte nämlich mit einer eigenen Gartenjury durch die schönsten grünen Wohnzimmer. Und auch sie hatte samt ihren Kollegen Karl Kohlfürst, Dajana Brajan-Treitler und Klaus Wenzel einiges zu tun. "Für uns war die Entdeckungsreise aber unglaublich schön. Besonders die Geschichten hinter der Leidenschaft der Teilnehmer waren berührend."
Zurück bei den Landesjuroren. Die Chefin der fünf Adleraugen lüftet beim entspannten Zusammensitzen am Brunnen ein Geheimnis: Weißensteiner ist von Kopf bis Fuß - richtig - auf Blumen eingestellt. In ihrem Fall zeigt sich das am enthüllten Sockenpaar, das mit orangen und pinken Blüten bedruckt ist. Es wird gelacht. "Bei uns im Bus geht es auch immer so harmonisch zu", schwärmen sie. Obwohl, eines sei gesagt. Wirklich ruhig ist es im fahrbaren Untersatz der Juroren nie. "Wenn wir nach einer Besichtigung eines Objektes einsteigen, diskutieren wir gleich los", verraten Kickmaier und Pichler verschmitzt.
Auch über jene Teilnehmer, die heuer ihr liebes Leid mit dem Wetter hatten. "Es ist schon viel passiert. Denjenigen, die fachlich noch nicht so versiert sind wie die Elite, haben die Kapriolen natürlich ordentlich zugesetzt", erklärt Weißensteiner. Da leiden dann auch die Landesjuroren mit den angeschlagenen Blumen und enttäuschten Hobbygärtnern mit.












