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Zuletzt aktualisiert: 29.08.2012 um 20:16 UhrKommentare

Pilze auf Kirschbäumen

Heuer verlieren viele Kirschbäume noch früher als sonst ihr Laub: Schuld daran ist die Feuchtigkeit im Juni und Juli.

Foto © Lasutschenko

"Aus dem Bezirk Deutschlandsberg habe ich von Bekannten erfahren, dass dort angeblich zahlreiche Kirschbäume verbrannt werden mussten. Kann es sein, dass wiederum eine neue Krankheit für Obstbäume eingeschleppt wurde oder ein neuer Schädling aufgetreten ist?" wollte ein besorgter Kirschbaum-Besitzer und Leser der Kleinen Zeitung aus dem Bezirk Voitsberg wissen.

Mit dieser Frage wurde der Obstbaureferent der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft in Steiermark, Herbert Muster, konfrontiert. "Nein, mir ist nichts Derartiges aufgefallen, es wurden uns auch keine absonderlichen Erkrankungen gemeldet", beruhigt der Experte. Der allerdings bestätigt, dass mancherorts die Kirschbäume heuer bereits frühzeitig ihr Laub verlieren.

"Es handelt sich dabei um die Schrotschuss- oder Sprühfleckenerkrankung", schildert Muster. Diese tritt laut dem Obstbaureferenten der Kammer für Land- und Forstwirtschaft häufig in solchen Jahren auf, in denen die Witterung speziell im Juni, aber auch noch im Juli übermäßig feucht ist. Denn die lang andauernde Feuchtigkeit fördert diese Art der Pilzerkrankung.

"Dieser Befall der Kirschbäume ist an sich nichts Ungewöhnliches, er kommt überall dort vor, wo es länger feucht ist", berichtet der Fachmann. "Der Befall bedeutet für den Baum vorerst zwar eine leichte Schwächung, der Austrieb im kommenden Jahr ist aber dann durchaus wieder normal."

Lebensdauer

Eine Bekämpfung dieser Pilzerkrankungen mache seiner Meinung nach allerdings nur im Erwerbsobstbau Sinn, "in Hausgärten oder bei Streuobstlagen ist diese Maßnahme nicht notwendig", meint Muster. Man könne die Erkrankung zur Kenntnis nehmen und den Baum ruhig so belassen. Das Überleben oder die Lebensdauer des befallenen Kirschbaumes werde dadurch nicht beeinträchtigt. Dazu gibt der Obstbaureferent noch einen prinzipiellen Tipp: "Werden neue Bäume gesetzt, dann sollte man robuste und bewährte Sorten pflanzen."

KARL MAYER

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