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    Zuletzt aktualisiert: 08.08.2012 um 13:37 UhrKommentare

    Feuer & Flamme mit Chili-Pflanzen

    Wer Schärfe sucht, greift zu Chili, der Trendpflanze der letzten Jahre. Die kleine Scharfe ist mit ein Grund, warum mehr Männer garteln. Biogärntner Karl Ploberger weiß, worauf man beim Anbau achten muss.

    Die scharfen Schoten sind gesund

    Foto © Jengit - Fotolia.comDie scharfen Schoten sind gesund

    Waren es vor einigen Jahren noch die "Ungarischen Paprika" oder auch die Pfefferoni, die den Gerichten eine gewisse Schärfe gaben, ist es heute Chili. Hier stehen alle Antworten, die Sie schon immer über Chili erfahren wollten:

    1. Woher kommen sie? Kolumbus brachte die ersten Chilis mit nach Europa und dachte, er habe Pfeffer an Bord. Der Name stammt von den Azteken, die in Mexiko lebten.

    2. Wie wird die Schärfe gemessen? Die Schärfe wird in Scoville gemessen. Der Pharmakologe Wilbur Scoville hat diese Skala geschaffen und damals die Werte geschätzt. Heute lassen sich die ausgesprochen gesundheitsfördernden Capsaicin-Mengen exakt messen. Am gebräuchlichsten ist aber eine zehnteilige Schärfeskala. Die Schärfe regt die Bildung von Speichel an.

    3. Welcher ist der schärfste Chili? Schärfestufe 10, meist noch mit ++ versehen, dürfte "Naga Jolokia" sein. Oft zu finden ist auch der Habanero. Chinesische Züchtungen sollen aber noch schärfer sein, heißt es.

    4. Sind die Früchte zur Gänze gleich scharf? Nein! Besonders scharf sind die Samen und das weiße Fruchtfleisch (Zellwände) an den Stegen zu den Samen. Bei den extrem scharfen Sorten unbedingt Handschuhe bei der Verarbeitung tragen, die Schärfe lässt sich nämlich nicht abwaschen. Und nur dosiert verwenden.

    5. Gibt es Zierpflanzen, die wie Chili aussehen? Seit einigen Jahren findet man immer mehr Capsicum-Arten, die als Zierpflanze angeboten werden. Sie sind aber meist chemisch gespritzt und nicht für den Verzehr geeignet, allerdings sind sie eine hübsche Herbstdekoration.

    6. Sind Chilis gesund? Die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Fakt ist: Chilis regen die Schweißdrüsen an (daher kühlt der Körper), töten Darmparasiten und Bakterien und verschnupfte Nasen werden rascher frei.

    7. Nimmt man mit Chili tatsächlich ab? Wie bei allen Angaben zum Abnehmen kommt es darauf an, was man sonst zu sich nimmt und wie viel Bewegung man macht. Fix ist aber, dass Chili den Stoffwechsel stark anregt und dadurch mehr Kalorien verbrannt werden.

    8. Wo wachsen Chilis am liebsten? Humusreiche, kalkhaltige Erde an einem sonnigen bis halb schattigen Platz ist ideal. Zu viel Hitze ist schlecht, da sich Spinnmilben und Läuse breitmachen.

    9. Sind die Pflanzen mehrjährig? Ja, viele können problemlos überwintert werden. Sogenannte "Bonsai"-Chilis werden sogar sehr alt und sehen dekorativ aus. Kultiviert werden sie auf der Fensterbank.

    10. Welche Mittel gegen die Schärfe gibt es? Viele "Insider-Tipps" werden dazu geliefert. Wasser, Bier und Fruchtsaft sind jedenfalls absolut ungeeignet, denn Capsaicin ist öl- und nicht wasserlöslich. Daher Milch trinken oder mit Olivenöl den Mundraum ausspülen. Brot soll auch das Chili-Feuer löschen.


    Alles Paprika

    Die Gattung Paprika (Capsicum), auch als Chili, Peperoni, Pfefferoni oder Peperoncino bezeichnet, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Es gibt viele verwandte Arten wie zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten, Melanzani und auch alle Tabakarten. Die meisten Paprika enthalten den für die Schärfe verantwortlichen Stoff Capsaicin, allerdings in sehr unterschiedlicher Konzentration.

    Foto

    Foto © Benjamin Simeneta - Fotolia.com

    Bild vergrößernAuch wenn Habaneros auf Kuba kaum anzutreffen sind, bedeutet der Name Habanero soviel wie "aus Havanna"Foto © Benjamin Simeneta - Fotolia.com

    Die Schärfe

    Die Schärfe, die beim Verzehr von Chilis wahrgenommen werden kann, wird durch Capsaicin, verursacht. Im Gegensatz zu Stoffen, die die Geschmacksnerven auf der Zunge reizen und damit für die Geschmacksempfindungen süß, sauer, salzig, bitter und umami verantwortlich sind, wird durch Capsaicin ein Hitze- bzw. Schmerzreiz verursacht. Die ab etwa 1950 in Ungarn gezüchteten süßen oder milden Paprika enthalten fast kein Capsaicin mehr. Peperoni enthalten etwa 5mal so viel, ungarische scharfe Paprika etwa 10mal so viel, Peperoncini etwa 50mal so viel und sehr scharfe Arten (Tepin, Habanero) etwa, 1000mal so viel Capsaicin.
    Quelle: Wikipedia

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