Blüten zum Dessert
Seit einigen Jahren im Trend: Mit essbaren Blüten dekorierte Salate, Desserts, aber auch Hauptspeisen. Biogärtner Karl Ploberger stellt Ihnen eine bunte Auswahl vor - garantiert essbar.

Foto © PlobergerEine bunte Mischung Blüten für den Sommersalat
An sich keine Neuigkeit, wohlschmeckende Blüten wurden schon in alten Zeiten zum Würzen von Speisen verwendet. Aber Vorsicht, es gibt auch wilde Schönheiten, die giftig sind. Hier eine Auswahl der köstlichen Blütenbeigaben:
Kapuzinerkresse
Ob horstbildend oder rankend, die Blüten schmecken einfach köstlich. Frische Samen lassen sich in Essig einlegen und wie Kapern verwenden.
Borretsch
Nicht nur im Garten sind die blitzblauen Blüten herrlich und eine begehrte Nektarquelle, im Salat sehen sie dekorativ aus - Blütenblätter von den Hüllblättern trennen, die sind stachelig.
Schnittlauch
Die frischen Blüten des Schnittlauchs sehen nicht nur gut im Salat aus, sie schmecken auch wie die grünen Teile des Lauchs.
Taglilien
Die großen Blüten aus dem eigenen Garten sind im Salat oder auch gefüllt und in Öl gebacken eine interessante Köstlichkeit, die Gäste überrascht.
Dahlien
Die Blütenblätter im Salat bringen Farbe in die Schüssel. Alle Dahlien sind verwendbar. Beim Reinigen sollte man nur auf Ohrwürmer achten, die verstecken sich gerne tief drinnen in den Blüten. Am besten die Dahlienblüten in kaltes Salzwasser legen und danach gut abwaschen.
Rosen
Nur die ungespritzten Rosenblüten aus dem eigenen Garten soll man verwenden. Ob als Dessert, Pudding, Sirup, Honig oder auch als Zugabe für Mehlspeisen - der Duft (besonders von den historischen Rosenblüten) ist auch in den Speisen noch betörend.
Veilchen
Schon Kaiserin Sisi liebte die verzuckerten Veilchenblüten als besondere Nascherei. Die kandierten Blüten schmückten schon zu Großmutters Zeiten besonders festliche Torten. Aber es lässt sich aus den Blüten auch Eis, Gelee, Limonade oder sogar Marmelade machen.
Orangenblüten
Wahrscheinlich wird es kaum einer übers Herz bringen, die exotischen Blüten der Orangen zu pflücken. Geerntet werden die Blüten knapp vor dem Öffnen, dann enthalten sie den höchsten Anteil an ätherischen Ölen. Köstlich soll Orangenblüten-Eis sein. Den Tee kennt man - allerdings ist dieser meist künstlich aromatisiert worden.
Magnolien
In Asien sind die Blütenblätter, die in einem Backteig in Öl herausgebacken werden, eine Köstlichkeit. Die gebackenen Blütenblätter mit Zucker bestreuen und noch warm essen - ein ganz besonderes Dessert.
Chrysanthemen
Nicht die Blüten der Chrysanthemen, die man demnächst wieder in Töpfen als typische Spätsommerpflanze kaufen kann, sind geeignet, sondern nur die selbst gezogenen im Garten - die sind garantiert bio und ungespritzt. Verwendet werden die Blütenblätter für Salate - damit die Blätter zarter werden, kurz mit kochendem Wasser übergießen.
Weitere Blüten, die man ebenfalls in der Küche verwenden kann: Ringelblumen, Zucchiniblüten, Holunderblüten, Thymianblüten, Salbeiblüten, Königskerzenblüten, Stockrosen oder Lavendelblüten. Spezielle Kochbücher geben Anregungen.
Features
Zum Thema
Die Ungenießbaren
Folgende Schönheiten sind nur für die Vase bestimmt:
Rittersporn enthält Delphinin.
Vanilleblume enthält Pyrrolizidin.
Hortensie enthält Hydrangin.
Japanisches Geißblatt beinhaltet Saponin und andere Stoffe.
Maiglöckchen enthält Convallatoxin.
Gartenwicke enthält Aminoproprionitril.
Blauregen enthält Wistarin.
Schneerose enthält Hellebrin.
Narzisse enthält Galathamin.
Flachs enthält Linamarin.
Amaryllis enthält Hippeastrin.













