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Zuletzt aktualisiert: 11.07.2012 um 11:17 UhrKommentare

Schönheit für einen Tag

Tag für Tag Blüten im Überfluss: Taglilien sind die Boten des Sommers. Biogärtner Karl Ploberger verrät Ihnen neun Geheimnisse dieser beliebten Staude und warum es sich auszahlt, auf sie zu warten.

Wenn die Taglilien blühen, ist der Hochsommer ins Land gezogen

Foto © PlobergerWenn die Taglilien blühen, ist der Hochsommer ins Land gezogen

1. Der botanische Name "Hemerocallis" kommt aus dem Griechischen und heißt Schönheit ("kallos") für einen Tag ("hemera"). Ursprünglich waren die Taglilien in China, Korea und Japan daheim. 30.000 bis 40.000 Sorten gibt es weltweit von dieser vergänglichen Schönheit.

2. Jede einzelne Blüte öffnet sich bei starkem Sonnenschein nur für einen Tag. Pro Blütenstängel sind aber Dutzende Knospen zu finden und so dauert die Taglilienblüte einige Wochen.

3. Als Blumenliebhaber kann man gar nicht widerstehen: In Weiß, Gelb, Rot, Rosa und vielen anderen Farben blühen die Taglilien. So groß die Vielfalt ist, gibt es doch einige dominierende Blütenformen: dreieckige, runde, spinnenförmige, sternförmige und gefüllte Blüten. Für viele sind diese genügsamen Stauden zur wahren Sucht geworden.

4. Wildformen, die zeitig im Frühsommer schon blühen (Hemerocallis citrina), haben oft einen intensiven Duft, der sogar über weite Strecken betörend ist.

5. Taglilien sind sehr genügsam, sie gedeihen sogar viele Jahre im Blumentopf. Einzig ausreichendes Düngen ist notwendig. Ausgepflanzt wachsen sie freilich noch viel kräftiger. Ein Standort in der Sonne oder im Halbschatten in fruchtbarer, eher feuchter, aber gut durchlässiger Erde ist ideal.

6. Fühlen sich die Pflanzen wohl, dann ist das Wachstum enorm: so gewaltig, dass selbst Schnecken und Wühlmäuse, die einzigen wirklichen Schädlinge, ihnen nichts mehr anhaben können.

7. Neue Sorten sollte man jetzt kaufen, denn neben vielen Namenssorten, die vor allem in Staudengärtnereien zu bekommen sind, gibt es herrliche Zufallssämlinge - jede für sich ein Einzelstück.

8. Taglilien kann jeder ziehen. Samen ausreifen lassen, aussäen, aber: vom Samenkorn bis zur fertigen Pflanze dauert es etwa drei Jahre.

9. Blüten verzieren den Salat, Knospen lassen sich in Öl herausbraten und die Knollen werden in den Ursprungsländern als Kartoffelersatz verwendet.

Karl Ploberger

Die Königin unter den Lilien

Die Madonnenlilie, Lilium candidum, ist die Klassikerin und war namensgebend für eine ganze Gruppe. Im September werden die Zwiebeln gepflanzt, dann treibt eine Blattrosette. Erst im Juli des nächsten Jahres kommen die Blüten, die fantastisch duften. Die Gegner der Madonnenlilie sind vor allem Wühlmäuse, Schnecken und das lästige Lilienhähnchen. Wühlmäuse durch Gitterkörbe abhalten. Schnecken und den "Schnittlauchkäfer" absammeln.

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Foto © Ploberger

Bild vergrößernDie MadonnenlilieFoto © Ploberger

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