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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2012 um 10:45 UhrKommentare

Den Übergang vom Rasen zum Beet gestalten

Foto © APA

Ein Zierbeet sieht nur schön aus, wenn es nicht vom Rasen überwuchert wird. Daher sollte das Gras klar vom Beet abgegrenzt sein - entweder durch regelmäßiges Abstechen oder eine verlegte Kante. Das wirkt nicht nur ästhetisch, sondern erleichtert auch das Rasenmähen.

Wird der Rasen im Hausgarten nicht regelmäßig in seine Schranken gewiesen, erobert er die angrenzenden Beete. Dort machen die Gräser Zier- und Nutzpflanzen Konkurrenz. Das zu verhindern, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die natürliche Variante ist der nahtlose Übergange zwischen Rasen und Beet, auch "Englische Rasenkante" genannt. Hier wird der Rasen abgestochen sowie zusätzlich oder alternativ abgeschnitten. "Zum Abstechen eignet sich ein Rasenkantenstecher oder auch ein Spaten", erklärt Klaus Müller-Beck, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft in Bonn.

Allerdings entsteht im Laufe der Zeit ein immer größerer Höhenunterschied zwischen Beet und Rasen. Die Kante sollte von Zeit zu Zeit daher mit Mutterboden ausgeglichen werden. "Wie oft im Jahr abgestochen werden muss, richtet sich nach der Gräserart. Die Lägerrispe (Poa supina) beispielsweise bildet schnell umfangreiche Ausläufer", sagt Müller-Beck. Der Rand müsse hier unter Umständen alle vier bis sechs Wochen nachgearbeitet werden. Bei anderen Gräserarten könne auch einmal im Laufe der Wachstumsaison reichen - einzelne Halme werden ab und zu mit der Schere getrimmt.

Das Abstechen der Kante ist zwar eine kostengünstige, aber eine arbeitsintensive Maßnahme. "Sowohl sehr dauerhaft als auch pflegeleicht sind Beeteinfassungen aus Stein", sagt Lutze von Wurmb, Vize-Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bad Honnef bei Bonn. Das kann passend zu Wegen, Terrasse und Hausfassade Naturstein, Granit, Klinker, Backstein oder Beton sein. Das Material werde in einer Breite von 10 bis 20 Zentimetern verlegt. "Der große Vorteil ist: Auf diesem Steinrand kann ich mit einem Rad des Mähers fahren und damit beim Rasenmähen auch die Gräser an der Kante gut erwischen", erläutert von Wurmb. Die Steine müssen aber bündig mit dem Erdreich abschließen.

Allerdings suchen sich Gräser gerne einen Weg durch Fugen - zweireihig verlegte Pflastersteine erschweren das. Sie können auch in zwei verschiedenen Höhen nebeneinander gesetzt werden, was ein schönes Gestaltungselement ist. Die Alternative sind Rasenkantensteine aus Beton. "Sie besitzen auf einer Seite eine halbrunde Ausbuchtung und auf der anderen Seite das passende Gegenstück", erläutert Norbert Franke, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde in Berlin. So entstehen scharnierartige Verbindungen zwischen den Steinen ohne allzu große Fugen.

Eine gute architektonische, aber nicht ganz so pflegeleichte Lösung sind Kanten, die senkrecht in den Boden gesetzt werden. "Seit einigen Jahren sind vor allem dünne Profile aus Edelstahl, verzinktem Stahl oder Aluminium sehr gefragt", hat Müller-Beck beobachtet. Sie seien nahezu unverwüstlich, vergleichsweise günstig und wirkten als Wurzelsperre. Preiswerter, aber etwas aufwendiger im Einbau sind Einfassungsbänder aus Gummi oder Profile aus Kunststoff. "Sie sind jedoch weit weniger beständig, werden vor allem bei Frost leicht brüchig und bergen dann mit ihren scharfen Kanten bei der Arbeit im Beet eine hohe Verletzungsgefahr", warnt Franke.

Er rät stattdessen zu Palisaden aus angespitzten Rundhölzern. "Damit die Spitzen nicht zu schnell faulen, sollten sie kesselimprägniert sein oder zusätzlich geschützt werden. Dafür können sie beispielsweise in Dachpappe gewickelt werden."

Alle vertikal eingesetzten Begrenzungen haben einen Nachteil: "Damit sie ihre Funktion erfüllen, nämlich das Ausufern des Rasens eindämmen, müssen die Metallkanten einige Zentimeter aus der Grasnarbe aufragen", erläutert Müller-Beck. Aber so könne der Rasenmäher eine Spur entlang der Kante nicht schneiden.

Quelle: APA

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