Wie man Wurzeln das Handwerk legt
Worauf man beim Anlegen einer Rhizomsperre achten sollte.
Pflanzen, die Wurzelausläufer bilden, können zur Plage werden: Um das Ausbreiten zu verhindern, sollte man sie daher ohne Rhizomsperre gar nicht erst in den Garten setzen. "Unbedingt erforderlich ist sie zum Beispiel für Bambusarten der Gattung Phyllostachys", sagt Gabriele Schrott-Moser, Gartenbaureferentin der Landwirtschaftskammer Kärnten.
Das Material
Bei Bambus rät die Expertin zur Verwendung einer speziellen Rhizomsperre aus 2 mm dicker PE-HD-Folie, da normale Teichfolie als Barriere nicht ausreicht. Außerdem rät sie davon ab, Sperren aus PVC einzugraben, da das Material mit der Zeit brüchig wird und die Wurzeln dann leichtes Spiel haben.
Die Sperre
Die Sperre für einen Bambusstock sollte 150 cm Durchmesser haben, sonst verkümmert die Pflanze oder neigt auf der Suche nach Wasser dazu, auch noch die tiefste Rhizomsperre zu unterwandern. Der Kunststoffring sollte 70, besser 100 cm tief in den Boden eingegraben werden. Bambuswurzeln wachsen im Uhrzeigersinn, also sollte man die Sperre gegen den Uhrzeigersinn verlegen. Die einzelnen Kunststoffbahnen sollten einander überlappen und mit speziellen Verschlussschienen aus Alu lückenlos verbunden werden. Die Sperre an der Oberkante rund 5 cm aus dem Boden ragen lassen und nicht mit Erde abdecken, da die Wurzeln sonst darüber hinauswachsen.
Für kleinere Kaliber
Wurzelsperren für andere ausläuferbildende Pflanzen wie den Essigbaum, Himbeeren, Brombeeren oder Schwarzdorn werden nach dem gleichen Prinzip eingebaut wie Bambus-Rhizomsperren. Allerdings müssen sie meist nicht so tief verlegt werden und oft genügt Teichfolie, um ihre Wurzeln im Zaum zu halten, weil sie auf das Material nicht so großen Druck ausüben.











