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Zuletzt aktualisiert: 30.04.2013 um 15:12 UhrKommentare

Duftendes von ganzem Herzen: Welche Blumen zum Muttertag?

Der Blumengruß zum Muttertag: Rosen und Flieder oder doch lieber eine nicht alltägliche Duftpflanze? Biogärtner Karl Ploberger weiß, womit man nie falsch liegt.

Die Hortensie erfreut mit ihrer Blütenpracht

Foto © impressionen - Fotolia.comDie Hortensie erfreut mit ihrer Blütenpracht

Muttertagsgratulanten sagen es wieder gerne durch die Hortensie, sie sind die Trendpflanze der letzten Jahre und unangefochten die Nummer eins für den Ehrentag der Mütter. Manche der Muttertagshortensien sind leider nicht frostfest, daher gilt: wie Kübelpflanzen behandeln. Also im Winter im Keller oder an einem vor starkem Frost geschützten Platz aufstellen. Aufpassen: Nicht auf das Gießen vergessen. Das sollte man auch jetzt nicht, denn sonst leiden die Hortensien.

Auch zwei andere der wohl traditionellsten Pflanzen, die zum Muttertag geschenkt werden, müssen erwähnt werden. Da ist einmal die Rose, die Königin der Blumen, duftet sie auch noch, ist das Geschenk perfekt. Nicht zu vergessen der Flieder, der zu den ältesten Gartensträuchern überhaupt zählt.

Noch ist Zeit, sich Gedanken über ein duftendes Geschenk zu machen. Hier noch Tipps für drei nicht ganz alltägliche Zimmerpflanzen, die eines gemeinsam haben: den betörenden Duft.

Gardenie

Sie steht im Wintergarten und ersetzt Duftsäckchen, Duftöl oder Raumparfum - die Gardenie. Sie hat kräftig dunkelgrünes, glänzendes Laub und große, cremeweiße Blüten, die einen betörenden Duft verströmen. In vielen Gärtnereien ist sie nun in allen Größen zu finden. Besonders attraktiv zeigen sich die kleinen Stämmchen, die sich über Wochen immer wieder mit Blüten schmücken.

Mitte des 18. Jahrhunderts erlebte diese Pflanze, oder besser die Blüte, eine Hoch-Zeit. Kein Fest der "besseren Gesellschaft", bei dem nicht eine Gardenie als Knopflochblüte mit dabei war. Nun erlebt die Pflanze allmählich wieder eine Renaissance. Vor allem deshalb, weil die Wachstumsbedingungen in den Wohnungen genau in Richtung Gardenie verbessert wurden. Zugluft beim Fenster war nämlich für diese Pflanze oft das Ende, denn "kalte Füße" kann sie nicht ausstehen. Die neuen absolut dichten und gut isolierten Fenster lassen nun ein Aufleben der Gardenia jasminoides zu.

An sich ist die Pflanze ganz leicht zu pflegen: Niemals in die pralle Sonne, aber dennoch ganz hell aufstellen. Beim Gießen kalkfreies, angewärmtes Wasser verwenden, denn die Kälte lässt die Blütenknospen abfallen. Passen aber die Pflege und der Standort, dann blüht sie wochenlang.

Kranzschlinge

Foto

Foto ©

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Ebenfalls einen Duft, der ohne Vergleich ist, verströmt die Kranzschlinge (Stephanotis floribunda). Genau mit dem Muttertag beginnt meist die Blütezeit dieser Kletterpflanze, die so manches Blumenfenster auf Seilen und Stäben erobert hat. Fühlt sie sich wohl - und da gibt es nicht viele Probleme - dann blüht sie den ganzen Sommer.

Im Winter möchte sie dann ein wenig kühler stehen. Aber das ist meist bei einem Standort am Fenster ohnehin der Fall - außer man hat einen Heizkörper direkt darunter. Gedüngt wird wöchentlich bis in den Frühsommer, dann kommen schon die Blüten. So wie die Gardenie mag sie keine Staunässe, daher beim Umtopfen immer für eine gute Drainage sorgen.

Wachsblume

Noch eine duftende Zimmerpflanze gehört in diesen Reigen der Muttertagspflanzen: die Wachsblume. Botanisch Hoya. Ihre fleischig saftigen Blätter und ihre Blüten, die aussehen, als ob sie aus Wachs wären, sind typisch für diese Pflanze. Besonders nachts verströmt sie einen betörenden Duft.

Auch diese Pflanze ist relativ einfach zu kultivieren, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Wasser, keine pralle Sonne und im Winter ein wenig kühler und dennoch ganz hell aufstellen. Manche Wachsblume zeigt weiße, Schildläusen ähnliche Tüpfelchen, das sind aber keine Schädlinge, sondern das ist ganz typisch für die Pflanze.

Und noch etwas ist interessant: Manche Pflanze hört gar nicht auf zu blühen. Und andere Wachsblumen, derselben Sorte, wohlgemerkt, wollen um die Burg nicht mehr blühen. Aber so ist das halt mit den besonderen Blumen.

Karl Ploberger

Robust und pflegeleicht

Viel hat sich bei den Züchtungen der Hortensien getan. Die beste in unseren Breiten blüht auf einjährigen Trieben und wird stark zurückgeschnitten. Bisher gab es sie nur in cremeweißen Blüten, seit heuer auch in rosa, nicht ganz so wuchskräftig, aber genauso robust. Ebenfalls robust sind die neuen "Forever and ever", sie sind extrem pflegeleicht - saure Erde, kein zu trockener Standort und keine volle Sonne.

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Foto © Wallner

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