Gesunde Nachbarn im Beet
Wenn es in den kommenden, warmen Tagen ans Garteln geht, so sollte man im Gemüsebeet Mischkultur anbauen. Aber nicht jede Pflanze passt zu jeder Pflanze.

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Im Gemüsebeet geht's fast zu wie im täglichen Leben. Da gibt es Nachbarn unter den Pflanzen, die wunderbar miteinander auskommen, und solche, die sich einfach nicht riechen können. Und da das prognostizierte Schönwetter in den nächsten Tagen Tausende Hobbygärtner ins Freie locken wird, sollten diese das Zauberwort für ein gedeihliches Zusammenwachsen im Gemüsebeet kennen: Mischkultur. "Dabei handelt es sich um den gleichzeitigen Anbau mehrerer Gemüsearten auf einem Beet", sagt Gabriele Schrott-Moser.
Die Gartenbaureferentin der Landwirtschaftskammer für Kärnten weiß ganz genau, wer neben wem stehen sollte und welche Pflanzenkombinationen zu vermeiden sind. "Dill und Gurken sind nicht nur am Teller eine gute Kombination. Dill fördert die Keimfähigkeit und hält durch seinen Geruch die Gurkenpflanzen gesund. Er verbessert aber auch die Widerstandskraft von Kohl und Karotten und verträgt sich mit Sellerie, Tomaten und Zwiebeln", nennt Schrott-Moser ein Beispiel.
Spinat vertreibt den Erdfloh
Gute Nachbarn unterstützen einander im Kampf gegen Schädlinge. "Zwiebeln oder Lauch passen zu Karotten. Aufgrund der Wurzelausscheidung fördern sie die gegenseitige Abwehr von Möhren- und Zwiebelfliege. Spinat wiederum ist ein guter Partner für Radieschen und vertreibt durch Wurzelausscheidungen den lästigen Erdfloh." Wissenschaftliche Studien über das heilsame Durcheinander im Gemüsegarten fehlen. Den Pflanzenkombinationen liegt aber jahrzehntealtes tradiertes Wissen zugrunde. "Die gegenseitige Beeinflussung, sei sie nun fördernd oder hindernd, geht zum Teil vom Wurzelbereich aus. Aber auch der Duft, den jede Pflanze mehr oder weniger stark ausstrahlt, hat Einfluss auf die Nachbarn", sagt Schrott-Moser.
Kräuter gegen Schädlinge
Verirren sich ein paar Erdbeeren in den Gemüsegarten, so darf man sie ruhig stehen lassen - am besten neben Buschbohnen, Kopfsalat, Schnittlauch oder Radieschen. Kohlarten hingegen mag die Erdbeere gar nicht. Als wirkungsvoll erweisen sich viele Partnerschaften von Gemüsepflanzen und Kräutern oder Gewürzen. Basilikum, platziert neben Tomaten oder Gurken, vertreibt Mehltau und weiße Fliegen. Thymian hält den Kohlweißling vom Kohl fern.
Man kann den Gemüsegarten auch für blumige Sorten öffnen. Ringelblumen, früher in jedem Bauerngarten anzutreffen, sind hübsch und dezimieren schädliche Nematoden im Boden.
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Gabriele Schrott-Moser, GartenbauexpertinFoto © Zore












