Frische Farben für den Garten
Lust auf einen neuen Look, ohne die grüne Oase in eine Großbaustelle zu verwandeln? Gartenarchitektin Gertraud Monsberger verrät ihre besten Tipps für frische Farben im Garten.

Foto © MonsbergerLust auf Lila: Mit Stoffen holt man schnell und einfach frische Farben in den Garten
Grundsätzlich ist bei der Farbwahl im Garten natürlich erlaubt, was gefällt. Aber einige Fragen sollte man sich selbst schon stellen, bevor man sich mit Malerpinsel und Farbeimer in der Frühlingssonne an die Arbeit macht. Nämlich: Wie lange werde ich an der Farbe Freude haben? Und: Wie schnell kann ich sie wieder ändern?
Konstante Begleiter
Fixe Einbauten, deren Oberflächen sich nicht mit einem einfachen Anstrich neu gestalten lassen, sollten keine Modefarben tragen. "Wenn sie einem nicht mehr gefallen, kann das aufwendig und teuer werden", sagt die Gartenarchitektin Gertraud Monsberger und rät dafür zu zeitlosen erdigen Tönen in Terracotta- oder Rostrot.
Kurzfristige Knaller
Die Farben der Saison kann man mit Stoffbahnen auf der Pergola, Kissen, Möbeln und unzähligen Garten-Accessoires wie bunten Kunststofftöpfen, Deko-Kugeln oder anderen flexiblen Akzenten nach Lust und Laune sowie im Handumdrehen aufgreifen. Hat man sich daran sattgesehen, sind sie genauso schnell wieder verschwunden.
Kühne Kombinationen
Will man starke Farben in den Garten integrieren, gibt es ein paar Grundregeln zu beachten: "Die Pflanzen in der Nähe sollten in dezenten Farben blühen", sagt die Expertin. Ein zu buntes Beispiel: Vor einer türkisen Wand ist ein Meer pinker Blüten wahrscheinlich ein bisschen zu viel des Guten. "Man kann die Farbe in der Bepflanzung auch aufgreifen, aber nicht zu viel, sonst geht der neue Farbklecks wieder unter."
Bunte Bepflanzung
Ob man die neue Lieblingsfarbe auch mit den Pflanzen im Beet umsetzt, will wohlüberlegt sein: "Ein Garten braucht Zeit. Bis alles angewachsen ist, könnte es einem schon nicht mehr gefallen", warnt die Planerin.
Ton in Ton
Oft gibt die Form des Grundstücks vor, wo sich Farbakzente besonders gut machen würden. "Wenn man bei der Bepflanzung Ton in Ton arbeitet, können so eigene Farbräume entstehen", sagt die Gartenarchitektin. Auch Möbel, Accessoires, Bodenbeläge wie Platten, Sand oder Kies können das Farbschema weiterführen und es entsteht zum Beispiel ein weißer Garten. Zu diesem Zweck sollte man aber nur Bewährtes wählen: "Ein gutes Indiz dafür, mit welchen Farben man auf Dauer glücklich ist, sind diejenigen, mit denen man auch im Wohnbereich zusammenlebt." Mut zum Material. Wer sagt eigentlich, dass im Garten nur die Blumen bunt sein dürfen: Eine optisch wie haptisch interessante Lösung sind zum Beispiel Kunstrasenbeläge, die es in einigen Farben gibt und die beliebig lange das Grau der Wege überdecken.
Bunte Bäume
Eine gute Möglichkeit, Farbe in den Obstgarten oder ein Wäldchen zu zaubern: "Baumstämme oder Äste kann man mit Kalkfarbe streichen", sagt Monsberger. Der Anstrich schadet dem Baum nicht und hält je nach Lichteinstrahlung und Witterung zwei bis drei Jahre, dann muss er aufgefrischt werden.
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Bild vergrößernBunte Inseln: Diese Betontrittsteine im Teich sind mit EPDM, einem synthetischen Kautschuk beschichtet. Ein wasserfester Anstrich tut's aber auch ...Foto © Monsberger
Bunte Inseln: Diese Betontrittsteine im Teich sind mit EPDM, einem synthetischen Kautschuk beschichtet. Ein wasserfester Anstrich tut's aber auch ...Grafik © Monsberger
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Bild vergrößernRostlaube: Cortenstahl ist wetterfest, entwickelt charakteristische Rost-Patina, lässt sich aber auch streichenFoto © Monsberger
Rostlaube: Cortenstahl ist wetterfest, entwickelt charakteristische Rost-Patina, lässt sich aber auch streichenGrafik © Monsberger















