Natur des Jahres 2012 gewählt

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Alle Jahre wieder küren verschiedenste Organisationen Lebensräume und -arten zur "Natur des Jahres". Dieses Mal wurde der "Große Höhlenspinne" gleich eine zweifache Ehre zuteil, sie ist gleichzeitig "Höhlentier" sowie "Europäische Spinne des Jahres." Österreich wiederum kürte seine eigenen Bäume, Fische und Weichtiere des Jahres.
Mit der Elsbeere hat das österreichische Kuratorium Wald einen eher unbekannten Laubbaum zum "Baum des Jahres 2012" gekürt. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse, wird bis zu 100 Jahre alt und erreicht eine Höhe von 20 bis 25 Metern.
Hoch über den Bäumen fliegt die Dohle (Corvus monedula), die von BirdLife Österreich sowie deutschen Partnerorganisationen zum "Vogel des Jahres 2012" gekürt wurde. Der früher weit verbreitete Steppenvogel ist in Österreich in vielen Regionen selten geworden, es gibt geschätzte 3.600 bis 4.600 Brutpaare.
Der Huchen wurde vom Österreichischen Fischereiverband zum "Fisch" des Jahres gewählt. Das Familienmitglied der Lachsfische ist durch Kraftwerksprojekte in seiner Existenz gefährdet.
Eine besondere Aufgabe erfüllt die Flussmuschel, vom Naturschutzbund Österreich zum "Weichtier 2012" ernannt: Aufgrund ihrer Sensibilität gegenüber Gewässerverunreinigungen eignet sich die "Unio crassus" nämlich als Bioindikator zur Prüfung der Wasserqualität.
Auf das lange Leben und die Schönheit der Hirschkäfer (Lucanus cervus), "aber auch ihre Bedrohung" will man mit der Wahl des größten mitteleuropäischen Käfers zum "Insekt des Jahres 2012" hinweisen. Der überaus seltene Käfer ist geschützt, in den letzten 100 Jahren fand er hierzulande jedoch "immer weniger geeignete Brutsubstrate und Saftleckstellen", berichtet der Naturschutzbund Österreich. "
Zu zweifacher Ehre kommt 2012 die Große Höhlenspinne: Sie ist gleichzeitig Höhlentier sowie Europäische Spinne des Jahres. Die geografisch weit verbreitete "Meta menardi" ist in Mitteleuropa zumeist im Bergland zu finden, besonders häufig in großen Karstgebieten, erläutert Christoph Hörweg vom Naturhistorischen Museum Wien (NHM).
Die Niedermoore, "Boden des Jahres 2012", gelten als "Nieren der Landschaft" und gewinnen gerade in Zeiten des Klimawandels an Bedeutung, können sie neben Wasser doch auch Kohlendioxid speichern. Weder um neu entdeckte noch gefährdete Arten geht es bei der Gemüsevielfalt zu, bei der gleich zwei Jahre lang der Pastinak im Mittelpunkt steht: Das Wurzelgemüse wurde vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) zum Gemüse der Jahre 2011 und 2012 gekürt.











