Überleben im Stadtdschungel
Umweltkatastrophe, was nun? Als City-Survivor lernt man, in der Natur zurechtzukommen.

Foto © Heike KruschMit Eva Woschitz-Rodler und Reinhold Rodler gibt es Überlebenstraining inklusive Spaß
Nichtwissen ist Ohnmacht. Und führt in Verbindung mit täglich neuen Nachrichten über Vulkanausbrüche, Atomkatastrophen und Tornados zu Angst. Eine Angst, die man minimieren kann, wie Eva Woschitz-Rodler und Reinhold Rodler überzeugt sind. Mit ihren Workshops machen sie die Grazer zu City-Survivors. Zu Menschen, die auch im Ernstfall handeln, statt in Panik zu verfallen.
"Aber wir sind keine Propheten, die den Weltuntergang heraufbeschwören", sagt Rodler. Man muss sich wieder mehr auf seine Instinkte verlassen und sich altes Wissen über Volksmedizin wieder ins Gedächtnis rufen. "Am Land ist das Wissen oft noch vorhanden, in der Stadt ist es aus mangelndem Bedarf verloren gegangen."
Natur-Menü
Dabei ist es ganz einfach. Menü aus der Natur gefällig? Zur Vorspeise gibt es bekömmliche Brennnesselsuppe, danach Birkenspaghetti (siehe unten) und zum Abschluss Süßgräser mit Beeren. "Die Wahrscheinlichkeit, im Garten mit Zierpflanzen eine giftige Pflanze zu erwischen, ist nämlich wesentlich höher als im Wald", so Woschitz-Rodler.
Das Wissen zum richtigen Feuermachen gibt es natürlich gleich dazu. Auch die Information über die Grundausstattung eines City-Survivors. "Messer, Feuerstahl und Salz." Eine leere Dose, eine PET-Flasche und trockene Rinde komplettieren das Überlebenspaket. "Uns ist wichtig, auf die Gegebenheiten in Graz einzugehen." Das erworbene Wissen soll nicht nur im Notfall, sondern auch im Alltag anwendbar sein.












