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Zuletzt aktualisiert: 25.05.2011 um 13:10 UhrKommentare

Zeit für die Paradiesäpfel

Der Nutzgarten hat Saison, Platz dafür ist auch im Balkonkisterl. Biogärtner Karl Ploberger gibt Tipps für eine gelungene Tomatenernte und prächtige Paradeiser.

Foto © Ploberger

Wenn man den Umfragen Glauben schenkt, dann ist der Gemüsegarten nun wieder ganz hoch im Kurs. Vor allem junge Menschen, so zeigt eine Erhebung der Österreichischen Gartenbaugesellschaft, lieben am Garten die kulinarischen Genüsse. Ganz oben in der Beliebtheit stehen dabei die saftigen Tomaten. Hier die sieben wichtigsten Regeln für prächtige Paradeiser:

1. Tomaten lieben die Sonne und hassen den Regen. Das gilt für unsere Breiten: Tomaten immer unter Dach ziehen. Entweder alte Fenster, ein Kleingewächshaus oder ein Folienzelt über den Paradeisern als Schutz errichten.

2. Paradeiser gleich beim Pflanzen mit Hornspänen versorgen und auf jeden Fall tiefer pflanzen. Beim Gießen unbedingt darauf achten, dass kein Wasser auf die Blätter kommt.

3. Den Boden gut mit Rasenschnitt mulchen und am besten große Tontöpfe (mit 30 cm Durchmesser) bodeneben zwischen den Pflanzen eingraben und nach der Anwachsphase nur noch dort gießen. So kommt es nur zu einer geringen Verdunstung und damit zu weniger Tau, der die Grundlage für das Ausbreiten der Pilzkrankheit ist.

4. Zeigt sich die gefürchtete Kraut- oder Braunfäule, dann die Blätter abreißen, nicht schneiden. Alleine durch die Schere könnten schon wieder Krankheitserreger übertragen werden.

5. Ausgeizen! Das heißt, alle Seitentriebe aus den Blattachseln entfernen. Auch wenn manche meinen, das sei nicht notwendig, die Wuchskraft der Pflanzen ist so groß, dass ohne Entfernung der Seitentriebe letztlich ein derartiges Dickicht entsteht, in dem keine Früchte mehr ausreifen.

6. Stehen die Tomaten im Gewächshaus, dann an sonnigen Tagen um die Mittagszeit die Pflanzen "rütteln". So wird die Befruchtung verbessert.

7. Aufpassen sollte man auf den Befall durch die weiße Fliege. Sofort beim Pflanzen Gelbtafeln aufhängen und mit Schmierseifenwasser oder biologischen Spritzmitteln bei der ersten sichtbaren weißen Fliege Bekämpfungsmaßnahmen setzen. Und dann heißt es nur noch eines, die Paradiesäpfel genießen, genießen, genießen ...

Karl Ploberger

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