Länger haltbar: Hormonkur für den Christbaum
Wenn einem das "Oh, Tannenbaum" im Hals stecken bleibt, dann hat der Weihnachtsbaum schon am Heiligen Abend die ersten Nadeln verloren. Die Wissenschaft eilt uns jedoch zu Hilfe und tüftelt an einem Hormonmittel gegen den "Haarausfall" beim Weihnachtsbaum.

Foto © APA
Christbäume könnten künftig fast bis Ostern grün bleiben. Kanadische Forscher haben herausgefunden, warum Tannen ihre Nadeln verlieren - und wie man den Prozess deutlich verzögern kann. Der Schlüssel dazu ist ein Hormon, wie die Universite Laval in Quebec und das Nova Scotia Agricultural College in Colchester bei Halifax im Osten Kanadas am Montag mitteilten.
Ethylen lässt die Nadeln purzeln
Demnach produzieren die Bäume, nachdem sie geschlagen werden, Ethylen. Das Hormon sorgt nach ein paar Tagen dafür, dass der Baum seine Nadeln verliert. Wird der Stoff hingegen abgeblockt, bleibe der Baum mehr als doppelt so lang grün. Nach Angaben der Forscher hatte ein unbehandelter Baum schon nach wenigen Tagen seine ersten Nadeln verloren, nach 40 Tagen war er praktisch kahl. Zu diesem Zeitpunkt sei der behandelte Baum noch grün gewesen. Erst nach 87 Tagen habe er sein Nadelkleid eingebüßt.
Lichtblick für die Christbaumindustrie
Die Forscher aus Kanada wollen jetzt ein Mittel entwickeln, das man einfach ins Gießwasser für den Christbaum geben kann, um das lästige Nadeln zu verhindern. Allerdings sei die Entdeckung auch für die Wirtschaft wichtig, weil die Bäume so weiter transportiert werden könnten. Kanada exportiert nach Angaben der "Toronto Sun" jährlich Weihnachtsbäume im Wert von fast 50 Millionen Euro. Die Kanadier versorgen dabei ganz Nordamerika bis nach Südmexiko.











