Sommerzeit ist auch Kräuterzeit
Was wäre ein Garten ohne Kräuter! Sie bereichern nicht nur die Gerichte, ihr Duft ist schlicht die Würze des Sommers.

Foto © WikipediaDie Rasenkamille kann einfach anstatt des Rasens eingesetzt werden - Duft inklusive
Kräuter sind die Würze in jeder Mahlzeit, Kräuter sind aber auch die Würze in jedem Garten: Ob es die schlichten Blüten, die zarten Blätter sind oder der unbeschreibliche Duft, der uns verleitet, die Kräuter in den Garten zu holen? Wahrscheinlich von allem etwas. So gehören seit einigen Jahren Kräuterkisterln auf dem Balkon oder der Terrasse, Gartenbeete voll der würzigen Pflanzen oder gleich ganze Kräutergärten, zu den beliebtesten Bereichen für Hobbygärtner.
In kleinen Gärten hat es sich bewährt, die Kräuter im gesamten Garten verteilt zu pflanzen. Damit entsteht nicht nur eine ideale Mischkultur, sondern es kommt auch die dekorative Wirkung der einzelnen Pflanzen zur Geltung.
Herrlicher Duft
Beim Auswählen der Kräuter sollten Sie aber dennoch auf die jeweiligen Standortansprüche Rücksicht nehmen. Kräuter, die einen trockenen Standort lieben, gehören also nicht in ein schattiges Beet, wo sie dann unter den anderen Pflanzen verkümmern. Der Thymian (z. B. Kriechender Zitronenthymian) muss nicht unbedingt in einem Kräuterbeet stehen, er wächst in den etwas breiteren Ritzen eines Plattenweges hervorragend und verströmt bei jedem Vorübergehen sein angenehmes Aroma.
Eine nicht alltägliche Gartenidee ist die Verwendung von Englischer (nicht blühender) oder der etwas höheren Römischen (blühenden) Rasenkamille (Anthemis nobilis) als Ersatz für ein kleines Stück Rasen. Dieser Duftrasen verströmt bei starkem Sonnenschein oder auch bloß beim Betreten einen ausgezeichneten Duft. Der Boden sollte aber gut vorbereitet werden: Humusreich, leicht und etwas sandig, dann wird die Kamille schon bald einen dichten Teppich bilden.
Was passt zusammen?
Im Topf kann übrigens diese Kamille nur für ganz kurze Zeit gezogen werden, die Ausläufer wollen nämlich Wurzeln bilden. Gelingt ihnen das nicht, dann geht die Rasenkamille ein. Bei Kräutern in Mischkultur auf die Nachbarschaft achten. Basilikum etwa harmoniert mit Gurken, Paradeisern und Zwiebel. Auch Petersilie mag Tomaten, Zwiebel aber auch Radieschen, gar nicht ausstehen kann sie Kopfsalat. Rosmarin mag keine Gurken und Wermut ist generell ein schlechter Nachbar.












