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Zuletzt aktualisiert: 27.07.2010 um 19:35 UhrKommentare

Kärntens Gemeinden blühen wieder auf

Blumenolympiade-Endspurt im A-Bewerb der Gemeinden. Die Pörtschacher Blumenpromenade verdient ihren Namen zu Recht. Die riesigen Beete beim Promenadenbad warten heuer mit einer Neuigkeit auf.

Marja-Liisa Bartosik ist Jury-Vorsitzende. "Die Bevölkerung macht mit, sie identifiziert sich mit der Blumenolympiade"

Foto © WeichselbraunMarja-Liisa Bartosik ist Jury-Vorsitzende. "Die Bevölkerung macht mit, sie identifiziert sich mit der Blumenolympiade"

Mit gelben Strohblumen, die man nur noch selten sieht und die einen schönen Kontrast zu den roten Fleischblumen bilden, eine Idee von Gärtner Andreas Hafner aus Moosburg, einem Ort, der in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht hat, wie die Blumenjury bestätigt.

38.000 Stück Blumen

Drei Experten unter Leitung von Marja-Liisa Bartosik spulen jedes Jahr an die 3000 Kilometer herunter, um den Blumenschmuck an öffentlichen Plätzen in Kärntens Gemeinden zu begutachten. Überall gibt es Gratis-Tipps und wertvolle Ratschläge, die zur Freude der Jury oft erfolgreich umgesetzt werden. 38.000 Stück Blumen hat Hafner nach Pörtschach geliefert. Die großen Beete werden über eine Leitung mit Löchern unterirdisch bewässert. Ein Problem sei der Hundekot, klagen die Gemeindemitarbeiter, die vor dem Parkhotel mit einem Birkenreisig-Besen "wachteln", um den Kalksand neu zu verteilen. Der Trend zur Dauerbepflanzung wie auf der Hauptstraße sei überall spürbar, hat Bartosik festgestellt. Sie sei eben günstiger, müsse aber gekonnt eingesetzt werden, um nicht als Schwachpunkt zu gelten.

Warum Moosburg derart aufgeholt hat, merkt man an der Begeisterung von Bürgermeister Herbert Gaggl, der die Jury persönlich zu seinen Schmuckstücken führt. Dazu gehören die liebevoll mit Rotbuchenhecken, Lavendel und Granatäpfeln bepflanzte Heimstätte des SV Moosburg ebenso wie das Beet rund um den auf einem natürlichen Felsen errichteten Bildstock am Ortsende. Japanischer Ahorn, Rittersporn, Eiben und Rudbeckia erheben sich aus schneeweißem Steinuntergrund. Ein Blickfang auch der Gerichtsplatz neben Kirche und Volksschule von Tigring, wo einst über Leben und Tod entschieden wurde. "Viele Bewohner wenden sich mit Fragen zu unseren Blumen an die Gemeinde, unsere Vorträge sind gut besucht", ist Gaggl stolz auf die Vorbildwirkung und zeigt noch den außergewöhnlichen, nur aus Holz gebauten Kinderspielplatz her.

Die Gemeinde hat pauschal alle Häuser zur Blumenolympiade angemeldet. "Man sieht, die Bevölkerung identifiziert sich mit der Blumenolympiade", ist Bartosik zufrieden. Die Gemeinde holt sich auch Anregungen von den Bewohnern. So sind die Laternen im Zentrum handwerklich gestaltete Unikate. "Der Ort soll ein Ensemble sein, wo man sich wohlfühlt", sind sich Bürgermeister und Jury einig.

Die Ergebnisse des Gemeindebewerbes werden nächste Woche bekannt gegeben.

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