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Zuletzt aktualisiert: 05.07.2010 um 15:18 UhrKommentare

Was tun gegen die Blattlausplage?

Seit Wochen sind Blattläuse in großer Vielfalt und noch größeren Mengen an allen Pflanzen zu finden - unabhängig davon, ob es Bäume, Sträucher, Kräuter, Kultur- und Zierpflanzen oder nur "wildwachsende" Pflanzen sind.

Foto © AGES

Seit Wochen sind Blattläuse in großer Vielfalt und noch größeren Mengen an allen Pflanzen zu finden - unabhängig davon, ob es Bäume, Sträucher, Kräuter, Kultur- und Zierpflanzen oder nur "wildwachsende" Pflanzen sind. Die anhaltenden, starken Regenfälle der vergangenen Wochen scheinen sie nicht gestört zu haben, obwohl gerade ein heftiger Regenguss oft erfolgreich zur Dezimierung von Blattläusen beiträgt.

800 Arten

Die Blattläuse sind nicht nur durch ihr Massenauftreten (zahlreiche Individuen in sogenannten Kolonien an einer Pflanze) auffällig, sondern sie sind auch durch ihren Artenreichtum bemerkenswert (über 800 Arten allein in Mitteleuropa). Allerdings kann nicht jede Blattlausart auch jede Pflanze als Wirtspflanze nützen. Es gibt Arten, die nur spezifisch auf einer oder wenigen Pflanzenarten vorkommen, wie z. B. die Rosen- und die Oleanderblattlaus, oder Arten, die an verschiedenen Pflanzen saugen und daher mehrere Pflanzen als Wirtspflanzen haben, wie z. B. die Schwarze Bohnenblattlaus und die Grüne Pfirsichblattlaus.

Die Tiere können geflügelt oder ungeflügelt sein und je nach Art in den verschiedensten Farben und Größen vorkommen, wie schwarz, grün, gelb, braun, rot oder sogar weiß, wenn der Körper von einer weißen Wachsschicht überzogen ist. Besonders auffällig sind die großen Rosenblattläuse, die rötlich gefärbt, manchmal auch grün, dicht gedrängt auf den Knospen und Stängeln der Rosen sitzen und dort den Pflanzensaft saugen. Auch die sonnengelbe Oleanderblattlaus ist nicht zu übersehen.

Schaden an Pflanzen

Blattläuse gehören unter den Insekten zu den Pflanzensaugern und besitzen einen Saugrüssel, mit dem sie die Pflanzen anstechen und Pflanzensaft saugen. Sie sitzen dabei bevorzugt an jüngeren Pflanzenteilen, wie z. B. Triebspitzen, frischen Blättern und Knospen. Das Saugen der Läuse führt zu Verfärbungen, Verkrüppelungen und Wuchsbeeinträchtigungen der Pflanze. Zusätzlich scheiden die Läuse zuckerhältige Honigtau-Tröpfchen aus, die als glänzender Überzug auf den Pflanzen zu sehen sind und als Nährmedium bzw. Ansiedlungsort für Rußtaupilze dienen. Dadurch erhalten die Pflanzen noch zusätzlich einen schwärzlichen Belag, der zu starken Qualitätseinbußen an Gemüse und Zierpflanzen führt. Eine große Bedeutung kommt den Blattläusen auch als Überträgern verschiedenster Virus-Krankheiten zu.


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