Die Hochblüte der Rosen
Der Juni ist der Rosenmonat. Neue Züchtungen machen es möglich, dass die Königin der Blumen prächtig wächst und betörend duftet - und dazu mit Gütesiegel.

Foto © PlobergerDuftende Rosenpracht bringt auch die Ploberger-Rose
Rosen sind in der Beliebtheit die absoluten Spitzenreiter. Das war nicht immer so, in den 70er- und 80er-Jahren erlebten sie einen Niedergang wegen Frust und Enttäuschung der Gartler: kein Duft, viele Krankheiten. Da kam der "Stern" am Rosenhimmel: David Austin. Er schaffte es bei seinen Züchtungen, den Charme der alten Rosen mit den vielen dicht gefüllten Blütenblättern und dem betörenden Duft mit der Robustheit der mehrmaligen Blüte der Edelrosen zu kombinieren.
Die Briten
"Graham Thomas" und "Mary Rose" waren die ersten sogenannten Englischen Rosen. An die 400 sind mittlerweile daraus geworden, etwa 150, so sagen Experten, sind auch für unser Klima in Österreich hervorragend geeignet. Die gelbe Graham Thomas und die rosa blühende Mary Rose gehören dazu.
Gleichzeitig begann bei den großen Rosenzüchtern in Deutschland und Frankreich das Umdenken. Nicht die große, elegante, aber kaum duftende Blüte an einem Rosenstock mit krankem Laub ist das Zuchtziel, sondern Gesundheit und Duft.
Pflanz-Tipp
Besonders schön sind Kletterrosen kombiniert mit Clematis.
Eine Marke, die seit einigen Jahren zum Symbol für die "innere Qualität" einer Rose geworden ist, ist das "ADR-Siegel", die "Allgemeine Deutsche Rosenprüfung". Für viele ist das der TÜV der Rosen. In Österreich beteiligt sich nur das Rosarium Baden mit gleichlautenden Kriterien ("Österreichische Rosenprüfung").
Die Prüfung
In elf Rosengärten in Deutschland werden die Rosen drei Jahre lang auf Herz und Nieren oder besser auf Blüte und Wurzel geprüft. Schwerpunkt: Wie krankheitsresistent ist die Rose? Erreicht sie am Ende der dreijährigen Testphase eine bestimmte Punkteanzahl, dann gibt es die ADR-Auszeichnung. 172 Rosen haben es bisher geschafft, darunter auch die Ploberger-Rose. Manche verlieren das Siegel auch wieder, weil Rosen im Laufe der Zeit degenerieren und damit nicht mehr die Kriterien erfüllen.
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Rosen im Topf
Der Traum von duftenden Rosen auf Balkon oder Terrasse ist erreichbar - allerdings nur für eine gewisse Zeit. Rosen im Topf haben ein kurzes Leben, aber zwei bis drei Jahre wachsen und blühen sie problemlos. Je tiefer der Topf ist, desto besser geht es der Rose.













