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Zuletzt aktualisiert: 10.05.2010 um 13:33 UhrKommentare

Die Eisheiligen fallen ins Wasser

Hobby-Gärtnern bekannt und zeitgleich gefürchtet: Die Eisheiligen Pankratius, Servatius, Bonifatius und die "Sopherl" machen bald dem Sommer Platz und sollten in diesem Frühling niemanden schrecken.

Die Eisheiligen sind aufgrund von häufigen Temperaturenschwankungen und Kältelufteinbrüchen gefürchtet

Foto © APDie Eisheiligen sind aufgrund von häufigen Temperaturenschwankungen und Kältelufteinbrüchen gefürchtet

Nur keine Angst, auch wenn in den kommenden Tagen die Eisheiligen vor der Tür stehen: Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai.), Bonifatius (14. Mai) und die "kalte Sopherl" (15. Mai). In diesem Frühjahr werden sie nämlich eher milde lächeln - wenn auch mit Regen, meinen die Experten von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien.

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Foto © Fotolia/Petra Louise

Foto vergrößernDie möglichen Temperaturenschwankungen und Kältelufteinbrüche können den Pflanzen schadenFoto © Fotolia/Petra Louise

Prinzipiell bedeutet das Wetterphänomen, dass es ab Mitte Mai aufgrund von Kaltluftvorstößen aus dem Norden noch zu Frosttagen kommen kann, die an der voll in Blüte stehende Vegetation erhebliche Schäden verursachen können. Alexander Orlik, Meteorologe an der ZAMG: "Die kontinentalen und ozeanischen Regionen Europas erwärmen unterschiedlich stark. Durch den im Mai schon sehr hohen Sonnenstand erwärmt sich das Europäische Festland wesentlich schneller als der Nordatlantik. So bilden sich im Übergangsbereich zwischen Warmluft und Kaltluft Tiefdruckgebiete, die an Ihrer Westflanke polare Luftmassen nach Mitteleuropa transportieren. Das bedeutet in klaren Nächten und in windgeschützten Lagen können so noch Nachtfröste auftreten."

Kein Frost

Zu nennenswerten Nachtfrösten kam es zu den Eisheiligen der vergangenen Jahre kaum. In den Landeshauptstädten wurde in den letzten 20 Jahren zu den fünf Eisheiligen kein Frost registriert. Im Mai 2005 kam es aber infolge eines Kaltluftvorstoßes zu einem markanten Temperaturrückgang. Am 12. Mai 2005 wurde in Salzburg ein Minimum von 0,8 Grad Celsius erreicht, im 550 m hochgelegenen Freistadt im Mühlviertel sank am selben Tag das Thermometer auf minus 0,9 Grad.

Doch das steht in diesem Jahr nicht ins Haus. Meteorologin Liliane Hofer: "Ein Kaltlufteinbruch im Sinne der zitierten Eisheiligen ist heuer nicht zu erwarten." Der Mittwoch (12. Mai) bringt dichte Wolken und wiederholt, teils kräftigen Regen, vereinzelt auch Gewitter. Sonnige Auflockerungen sind meist nur von kurzer Dauer. Die Frühtemperaturen liegen zwischen acht und 16 Grad. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 15 bis 22 Grad.

Kräftige Regenschauer

Am Donnerstag überwiegen besonders entlang des Alpenhauptkammes meist von der Früh weg die Wolken. Wiederholt ist mit kräftigen Regenschauern zu rechnen, im Osten auch mit Gewittern. Im übrigen Österreich zeigt sich zwischendurch auch öfter die Sonne. Frühmorgens umspannen die Temperaturen acht bis 13 Grad. Die Tagesmaxima betragen 15 bis 21 Grad.

Am Freitag (14. Mai) kommt in weiten Teilen des Landes bereits am Vormittag recht rasch die Quellwolkenbildung in Bewegung. In der Folge gehen erneut teils kräftige Regenschauer nieder, gebietsweise auch einzelne Gewitter. Vom Wetter bevorzugt sind erneut die Regionen südlich des Alpenhauptkammes. Die Temperaturen steigen von sieben bis zwölf Grad in der Früh tagsüber auf Höchstwerte zwischen 16 und 22 Grad.

Regen auch zur "Sopherl": Es dürfte in ganz Österreich ziemlich trüb sein. Wiederholt regnet es, zum Teil auch recht intensiv. Die Tiefstwerte sind zwischen sieben und 13 Grad angesiedelt. Bis zum Nachmittag werden 13 bis 19 Grad erreicht.


Die Eisheiligen

Die Eisheiligen, laut alten Bauernregeln der letzte Kälteeinbruch im Mai, bringen heuer keinen Frost: Pankratius, Servatius, Bonifatius, und die "kalte Sophie" (12. bis 15. Mai)

Foto

Foto © AP

Bild vergrößernFalls Nachtfrost angekündigt wird, sollte man die Pflanzen mit Vlies umhüllenFoto © AP

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